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Wegen Trockenheit auch hohe Waldbtrandgevahr
Rheinland-Pfalz knackt den Juni-Sonnerekord

Offenbach/Zweibrücken. Abkühlung ist nicht in Sicht. Fachleute warnen vor erhöhter UV-Belastung und rechnen mit einer hohen Waldbrandgefahr.

Die brütende Hitze bleibt Deutschland auch auf der Zielgeraden eines extremen Juni erhalten: Bis zu 39 Grad kann es am Wochenende in Ostdeutschland heiß werden, warnt der Deutsche Wetterdiensts (DWD).

Der Monat war laut vorläufiger DWD-Bilanz vom Freitag der wärmste und sonnigste in Deutschland seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Die Sonne schien im Schnitt 300 Stunden lang und übertraf ihr Soll um 50 Prozent. Es wurden nur 64 Prozent des Solls an Niederschlag erreicht. Dabei war das Saarland mit nur 30 Litern Regen pro Quadratmeter das trockenste Bundesland, normal sind im Juni 80 Liter.

In Rheinland-Pfalz war der zu Ende gehende Juni der sonnigste seit Beginn der hiesigen flächendeckenden Messungen 1951. Der DWD registrierte 305 Sonnenstundent – der Durchschnitt liegt bei gerade einmal 192 Stunden. Damit wurde zugleich der bisherige Rekord aus dem Jahr 1976 mit 292 Sonnenstunden geknackt. Außerdem lag die Durchschnittstemperatur in Rheinland-Pfalz im Juni 2019 mit 19,5 Grad deutlich über dem Mittel von 15,3 Grad. Gleichzeitig fiel lediglich 35 Liter Regen pro Quadratmeter.



Rheinland-Pfälzer und Saarländer müssen weiter schwitzen: Der DWD rechnet für das Wochenende mit Temperaturen teils deutlich über 30 Grad. Auch eine hohe UV-Belastung könnte dann den Menschen zu schaffen machen. Man sollte viel trinken, unnötige Anstrengungen vermeiden und im Freien an Sonnenmilch denken. Am Samstag werde fast flächendeckend in Rheinland-Pfalz und Saarland die vierte von fünf Waldbrand-Gefahrstufen erreicht. Am Sonntag werde in einigen Regionen wohl die höchste Gefahrenstufe erreicht.

In Südfrankreich wurden am Freitag sogar mehr als 45 Grad gemessen – ein Allzeit-Rekord (Seite 28).