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Weniger Schulstunden fallen aus

Mainz. Die Unterrichtsversorgung an den Schulen in Rheinland-Pfalz hat sich nach Darstellung des Bildungsministeriums leicht verbessert. Die Quote für den Unterrichtsausfall an den mehr als 1600 allgemeinbildenden Schulen sei im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Punkte auf 1,7 Prozent gesunken, teilte Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD, Foto: dpa) gestern in Mainz mit

Mainz. Die Unterrichtsversorgung an den Schulen in Rheinland-Pfalz hat sich nach Darstellung des Bildungsministeriums leicht verbessert. Die Quote für den Unterrichtsausfall an den mehr als 1600 allgemeinbildenden Schulen sei im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Punkte auf 1,7 Prozent gesunken, teilte Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD, Foto: dpa) gestern in Mainz mit. Zum laufenden Schuljahr 2008/2009 seien 220 neue Lehrerstellen geschaffen worden. Zudem wurden laut Ahnen 76 Hochschulabsolventen mit ursprünglich anderen Berufen als Seiteneinsteiger mit paralleler pädagogischer Fortbildung eingestellt.Der Lehrerverband VBE kritisierte dagegen, unter Berücksichtigung auch des kurzzeitigen Unterrichtsausfalls etwa wegen Krankheit fehlten rund 1000 Lehrer. "Die tatsächlichen Verhältnisse werden schön geredet. Noch immer fallen ganze Tage Unterricht aus." Die Lehrergewerkschaft GEW stieß ins selbe Horn: Die von Ahnen präsentierten Zahlen ergäben rechnerisch einen Mangel von rund 800 Lehrern. Nötig sei zudem die Schaffung einer Personalreserve mit ausgebildeten Pädagogen. Die CDU-Landtagsopposition warf der Bildungsministerin sogar bewusste Täuschung der Öffentlichkeit vor. Die Fraktion kündigte eine Debatte über den Unterrichtsausfall in der kommenden Woche im Landesparlament in Mainz an.Im Vergleich der Schularten haben nach Ahnens Angaben die Grundschulen die beste Unterrichtsversorgung mit rechnerisch 100,7 Prozent. Am niedrigsten sei die Quote bei den Förderschulen mit 96,1 Prozent. Diese Schulart habe allerdings auch die kleinsten Klassen mit jeweils weniger als zehn Schülern.Der allgemeine Rückgang der Schülerzahlen im Zuge der Alterung und Schrumpfung der Bevölkerung setzt sich laut Ahnen fort. Insgesamt würden derzeit nach vorläufigen Zahlen an den allgemeinbildenden Schulen mit gut 4680000 Schülern etwa 6200 Kinder und Jugendliche weniger unterrichtet als im Schuljahr 2007/2008. Einen Zuwachs bei den Schülerzahlen gebe es nur bei den Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen. Den größten prozentualen Rückgang dagegen meldeten die Hauptschulen. dpa