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„Weitgehend Hand in Hand“: Buch zu Pfalzkirche und NS-Zeit

Speyer. Agentur

Der Haltung der pfälzischen Landeskirche im Nationalsozialismus wird in einem neuen Buch kein gutes Zeugnis ausgestellt. Protestantismus und Nationalsozialismus seien in der Pfalz weitgehend Hand in Hand gegangen, teilten Kirchenpräsident Christian Schad und der Direktor der Evangelischen Akademie der Pfalz, Christoph Picker, gestern zur bevorstehenden Veröffentlichung mit. "Funktionäre sahen sich als gute Protestanten, Kirchenvertreter waren zum Teil begeisterte Nationalsozialisten. Einen ausgeprägten "Kirchenkampf" gab es in der Pfalz nicht."

"Protestanten ohne Protest. Die evangelische Kirche der Pfalz im Nationalsozialismus", heißt das zweibändige Werk, das im Auftrag der Evangelischen Kirche der Pfalz unter Federführung der Evangelischen Akademie entstand. 60 Autorinnen und Autoren haben daran mitgearbeitet. Es biete ein differenziertes und strukturiertes Gesamtbild der Geschichte der Landeskirche in der Zeit des Nationalsozialismus, hieß es in der Mitteilung.

Vorgestellt wird das Werk am 18. April in Speyer .