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Wegen Genmais: Anzeige gegen Ministerin Conrad

Mainz. Sie haben ihre Drohung wahrgemacht: Mit einer Strafanzeige gegen die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad (SPD, Foto: dpa) möchte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ulrike Höfken erreichen, dass zirka 70 Hektar Maisfläche vernichtet werden. Das sagte die Politikerin gestern in Mainz

Mainz. Sie haben ihre Drohung wahrgemacht: Mit einer Strafanzeige gegen die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad (SPD, Foto: dpa) möchte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ulrike Höfken erreichen, dass zirka 70 Hektar Maisfläche vernichtet werden. Das sagte die Politikerin gestern in Mainz. Im Mai dieses Jahres war bekannt geworden, dass Landwirte im Raum Germersheim unwissentlich ein Saatgut gesät hatten, dass gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten haben soll (wir berichteten). Als das Untersuchungsergebnis vorlag, soll das besagte Saatgut zum großen Teil schon ausgesät gewesen sein. Die Ministerin hatte den Bauern erlaubt, das Erntegut in einer Biogasanlage zu verwerten, wenn sie Bewirtschafter benachbarter Maisfelder in einem Umkreis von 300 Metern informierten. Sie halte dieses Vorgehen für rechtswidrig, sagte Höfken. Den Ermessensspielraum, den Conrad geltend mache, gebe es nicht. Es müsse verhindert werden, dass sich gentechnisch veränderter Mais in Rheinland-Pfalz ausbreite. Die Wahlfreiheit der Bauern und Verbraucher müsse geschützt werden. dpa