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Neue Strategie
Was Rheinland-Pfalz gegen den Fachkräfte-Mangel tun will

 Ein Ziel der neuen Fachkräfte-Strategie in Rheinland-Pfalz ist, den Zuzug ausländischer Fachkräfte zu vereinfachen. Außerdem soll die Strategie den Nachwuchs an Arbeitskräften sichern – egal ob mit Studium oder Ausbildung.
Ein Ziel der neuen Fachkräfte-Strategie in Rheinland-Pfalz ist, den Zuzug ausländischer Fachkräfte zu vereinfachen. Außerdem soll die Strategie den Nachwuchs an Arbeitskräften sichern – egal ob mit Studium oder Ausbildung. FOTO: dpa / Ingo Wagner
Mainz. Immer weniger junge Menschen kommen in den Arbeitsmarkt, Fachkräfte werden händeringend gesucht. Rheinland-Pfalz blickt dabei auch auf Flüchtlinge.

Der Zuzug ausländischer Fachkräfte nach Rheinland-Pfalz soll nach Ansicht von Politik und Wirtschaft im Land erleichtert werden. Dies ist ein Ziel der neuen Fachkräftestrategie für die Jahre 2018 bis 2021, die das Kabinett am gestrigen Dienstag in Mainz billigte. Der Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, beinhaltet 16 Ziele, hinter denen wiederum zahlreiche einzelne Vorhaben stecken. Diese Ziele sollen sich die rheinland-pfälzische Landesregierung, Kammern, Verbände, Gewerkschaften und die Arbeitsagentur in den kommenden Jahren stecken und sie möglichst umsetzen.

Die Fachkräftestrategie soll zum Beispiel den notwendigen Nachwuchs an Arbeitskräften über Schule, Ausbildung und Studium sichern. Ein weiterer Baustein ist, alle Potenziale zu nutzen, um echte Fachkräfte zu gewinnen. Dazu zählen auch ausländische Mitarbeiter, die als Ziel der neuen Strategie stärker unterstützt werden sollen – etwa beim Lernen der deutschen Sprache oder bei der Möglichkeit, zur Schule zu gehen und zu studieren.

Das Ziel der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird ebenfalls in der Strategie aufgeführt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist nach Ansicht der Akteure, dass Arbeitskräfte die erworbenen Kompetenzen im Erwerbsleben ausbauen – etwa mit Weiterbildung.



Als entscheidende Herausforderungen für die Gewinnung von Fachkräften sieht die rot-gelb-grüne Landesregierung nach eigenen Angaben vor allem den demographischen Wandel, die Weiterentwicklung der Technik und die Digitalisierung. Das habe Auswirkungen auf die Anforderungen an das Qualifikationsniveau der Arbeitnehmer.

Das neue rheinland-pfälzische Konzept basiert auf der ersten Fachkräftestrategie, die im Jahr 2014 entworfen wurde und nun aktualisiert und erweitert wurde. Der „Ovale Tisch“ – ein Gremium aus Regierung, Arbeitsagentur, Kammern, Verbänden und Gewerkschaften – unterzeichnet das neue Konzept am morgigen Donnerstag in Mainz und stellt es dann auch offiziell vor.

(dpa)