| 22:06 Uhr

Verwaltungsgericht: Zahl der Asylverfahren bleibt hoch

Trier. An der hohen Zahl von Asylverfahren am landesweit zuständigen Verwaltungsgericht Trier wird sich nach Ansicht des Gerichtspräsidenten Georg Schmidt in naher Zukunft wenig ändern. "Die Zahlen werden noch einige Jahre so bleiben", sagte er gestern. In den ersten beiden Monaten von 2017 seien bereits 2164 Verfahren eingegangen. Er gehe für das gesamte Jahr von einer ähnlichen Zahl wie 2016 aus: Da hatte sich die Zahl der Asylverfahren im Vergleich zum Vorjahr auf 10 884 Eingänge verdreifacht. Agentur

An der hohen Zahl von Asylverfahren am landesweit zuständigen Verwaltungsgericht Trier wird sich nach Ansicht des Gerichtspräsidenten Georg Schmidt in naher Zukunft wenig ändern. "Die Zahlen werden noch einige Jahre so bleiben", sagte er gestern. In den ersten beiden Monaten von 2017 seien bereits 2164 Verfahren eingegangen. Er gehe für das gesamte Jahr von einer ähnlichen Zahl wie 2016 aus: Da hatte sich die Zahl der Asylverfahren im Vergleich zum Vorjahr auf 10 884 Eingänge verdreifacht.

Das Land hat auf die hohe Belastung beim Verwaltungsgericht reagiert - und schafft dort vorübergehend zwölf zusätzliche Richterstellen. Fünf seien bereits besetzt, sagte der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin (FDP) in Trier. Die extra Stellen würden sich im Doppelhaushalt 2017/2018 mit jeweils gut einer Million Euro pro Jahr niederschlagen. Jede frei werdende Stelle am Trierer Gericht solle zudem wieder besetzt werden, sagte Mertin.

Das Gericht sei mit seinen nun 43 Mitarbeitern, davon 24 Richtern, das größte Verwaltungsgericht des Landes, sagte der Präsident des Oberverwaltungsgerichts, Lars Brocker. Laut Schmidt machen Asylverfahren rund 90 Prozent der Fälle aus.