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Türkische Soldaten als Asylbewerber anerkannt

Kaiserslautern. Asylanträge von drei türkischen Soldaten aus dem Nato-Hauptquartier in Ramstein sind nach Angaben des Kreises Kaiserslautern bewilligt worden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) habe die Anträge der Soldaten und ihrer Familien positiv beschieden, sagte gestern die Erste Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt (CDU). "Die sind anerkannte Asylbewerber." Nach ihren Angaben hatten noch mehr türkische Soldaten aus Ramstein in Deutschland Asyl beantragt. Die genaue Zahl wolle sie aber nicht nennen. Agentur

Asylanträge von drei türkischen Soldaten aus dem Nato-Hauptquartier in Ramstein sind nach Angaben des Kreises Kaiserslautern bewilligt worden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) habe die Anträge der Soldaten und ihrer Familien positiv beschieden, sagte gestern die Erste Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt (CDU). "Die sind anerkannte Asylbewerber." Nach ihren Angaben hatten noch mehr türkische Soldaten aus Ramstein in Deutschland Asyl beantragt. Die genaue Zahl wolle sie aber nicht nennen.

Im vergangenen November - vier Monate nach dem Putschversuch in der Türkei - hatten die Soldaten in Deutschland um Schutz gebeten. Nach Angaben des Landkreises Kaiserslautern handelte sich um Männer, die in Kürze wieder zurück in die Türkei verlegt werden sollten. Zu den Gründen der Antragsteller hatte der Kaiserslauterer Landrat Paul Junker (CDU) damals gesagt: "Wir können es uns alle denken, aber ich sage Ihnen dazu nichts weiter."

Auf dem US-Militärflugplatz Ramstein ist auch das Hauptquartier der Nato-Luftstreitkräfte angesiedelt. Zu den rund 500 Soldaten, die dort stationiert sind, gehörten nach damaligen Angaben eines Nato-Sprechers etwa 30 Türken. Nach dem gescheiterten Putsch vom 15. Juli vergangenen Jahres waren unter anderem auch Tausende Soldaten festgenommen worden.