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Demo auch in Kaiserslauterer Innenstadt
Syrienkrieg und Atomwaffen im Blick

Teilnehmer eines früheren Ostermarsches sind in der Mainzer Innenstadt unterwegs. In diesem Jahr richtet sich das Augenmerk der Friedensaktivisten vor allem auf den Krieg in Syrien sowie auf US-Atombomben, die auf dem Luftwaffenstützpunkt in Büchel gelagert sein sollen.   
Teilnehmer eines früheren Ostermarsches sind in der Mainzer Innenstadt unterwegs. In diesem Jahr richtet sich das Augenmerk der Friedensaktivisten vor allem auf den Krieg in Syrien sowie auf US-Atombomben, die auf dem Luftwaffenstützpunkt in Büchel gelagert sein sollen.   FOTO: Andreas Arnold / dpa
Büchel/Kaiserslautern. Ostermärsche sind dieses Jahr unter anderem in Kaiserslautern und Büchel geplant. dpa

(dpa) Ihren Höhepunkt hat die Ostermarschbewegung schon lange hinter sich, die Themen aber sind weiter aktuell. Darauf machen Friedensinitiativen am Osterwochenende auch in Rheinland-Pfalz und dem Saarland aufmerksam. Aufrufe zu Demonstrationen und Kundgebungen gibt es in Kaiserslautern, Saarbrücken, Büchel und Mainz/Wiesbaden.

Mit der Forderung „Atomwaffen raus aus Büchel“ wollen Demonstranten in Büchel am Ostermontag vor das Haupttor des Luftwaffenstützpunkts ziehen. In den vergangenen Jahren beteiligten sich jeweils einige hundert Menschen an der Aktion an diesem Stützpunkt.

„Die Hoffnung auf eine atomwaffenfreie Welt hat sich seit dem Ende des Kalten Kriegs und der Unterzeichnung der Abrüstungsverträge leider nicht erfüllt“, erklärten die Landesvorsitzenden der Grünen, Jutta Paulus und Josef Winkler. „Und immer noch lagern schätzungsweise 20 US-Atombomben im rheinland-pfälzischen Büchel.“ Diese Einschätzung der beiden Grünen decken sich mit Recherchen internationaler Wissenschaftler. Laut einer Untersuchung lagern auf dem Luftwaffenstützpunkt der Bundeswehr in der südlichen Eifel 20 Atombomben des Typs B61-4 mit einer Sprengkraft bis 50 Kilotonnen unter der Erde in zweistöckigen Metallbehältern. Es sind die letzten Atomwaffen in Deutschland. In den 80er Jahren waren noch 7000 der weltweit 70 000 Atomwaffen in beiden Teilen Deutschlands stationiert.



Die Friedensinitiative Westpfalz erwartet am Karsamstag in Kaiserslautern mehr als 100 Teilnehmer zu einer Demonstration in der Innenstadt. Besonders im Blickpunkt sei die Gefahr von militärischen Mini-Drohnen, sagte Pfarrer Detlev Besier. Ebenfalls am Karsamstag treffen sich Friedensbewegte zum Mainz-Wiesbadener Ostermarsch 2018. In diesem Jahr wird in Wiesbaden unter dem Motto „Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt!“ demonstriert. Wichtige Themen seien der Krieg in Syrien und die Atomkriegsgefahr, sagte ein Sprecher des Ostermarschkreises Mainz-Wiesbaden, der etwa 300 bis 350 Teilnehmer erwartet.

Im Saarland steht der Ostermarsch in diesem Jahr (ebenfalls am Karsamstag) in Saarbrücken unter dem Motto „Abrüsten statt Aufrüsten“. Dazu werden wie in den vergangenen Jahren etwa 200 bis 300 Teilnehmer von den Veranstaltern erwartet.