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Studie: Mindestlohn betrifft nur knapp ein Zehntel der Betriebe

Remagen. Nur rund neun Prozent der Betriebe in Rheinland-Pfalz sind einer Kurzstudie zufolge vom Mindestlohn betroffen. In Ostdeutschland seien es 23 Prozent, heißt es in einer ersten Bestandsaufnahme des Sozialwissenschaftlers Stefan Sell zu den Folgen des Mindestlohns. Agentur

Die Lohnuntergrenze betreffe etwa 36 000 Beschäftigte, das wären rund zwei Prozent aller Beschäftigten im Land. Der Forscher erwartet derzeit keine substanziell negativen Auswirkungen, eine wissenschaftlich abgesicherte Grundlage sei aber noch nicht möglich, betont er.

Die Koblenzer "Rhein-Zeitung" hatte zuvor über die Studie berichtet. Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD ) sagte gestern auf Anfrage: "Die Ergebnisse dieser ersten Bestandsaufnahme werten wir als ein positives Signal für die Umsetzung des Mindestlohns." Wegen Kritik aus der Wirtschaft und von der Union an den Dokumentationspflichten soll eine Kommission auf Bundesebene die Regeln prüfen. Der Volkswirt und Sozialwissenschaftler Sell unterrichtet an der Hochschule Koblenz am Campus Remagen .