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Neben Gelsenkirchenern und Ostdeutschen haben auch Zweibrücker nur wenig Geld
Studie: Regional großes Wohlstandsgefälle

 Im bundesweit wohlhabendsten Landkreis Starnberg bei München war das durchschnittlich verfügbare Pro-Kopf-Einkommen der Privathaushalte zuletzt mehr als doppelt so hoch wie in Gelsenkirchen.
Im bundesweit wohlhabendsten Landkreis Starnberg bei München war das durchschnittlich verfügbare Pro-Kopf-Einkommen der Privathaushalte zuletzt mehr als doppelt so hoch wie in Gelsenkirchen. FOTO: dpa / Lino Mirgeler
Düsseldorf. Das Geld zum Konsumieren und Sparen der Zweibrücker ist niedrig – und seit dem Jahr 2000 weniger gewachsen als in den beiden Nachbarkreisen.

Das Wohlstandsgefälle zwischen den Regionen in Deutschland ist einer Studie zufolge weiterhin groß. Im bundesweit wohlhabendsten Landkreis Starnberg bei München liegt das durchschnittlich verfügbare Pro-Kopf-Einkommen der Privathaushalte mit 35 000 Euro mehr als doppelt so hoch wie in Gelsenkirchen. Die nordrhein-westfälische Stadt bildet mit 16 200 Euro pro Person das Schlusslicht im Ranking des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung. Städte und Kreise mit besonders niedrigem Einkommen sind demnach in Teilen des Ruhrgebiets, des Saarlands und Niedersachsens zu finden, aber auch Zweibrücken und Pirmasens. Doch vor allem Ostdeutschland liege auch 30 Jahre nach der Wende weiterhin deutlich hinter dem restlichen Bundesgebiet. Die Forscher stützten sich auf die jüngsten Daten der Statistischen Landesämter für 2016.

Auch in Rheinland-Pfalz ist der Wohlstand regional sehr unterschiedlich verteilt. Am meisten Geld zum Konsumieren oder Sparen haben die Einwohner im Kreis Bad Dürkheim mit 25 600 Euro. Am wenigsten haben die Stadt-Kaiserslauterer: 18 800 Euro. Das verfügbare Einkommen in Zweibrücken beträgt im Schnitt 19 800 Euro, in Pirmasens 19 600 und im Kreis Südwestpfalz 22 500 Euro. Deutlich wohlhabender sind die Menschen im benachbarten saarländischen Saarpfalz-Kreis mit 22 800 Euro.

Starke Kontraste gibt es auch bei den realen Zuwächsen (nach Abzug der Preissteigerung) seit dem Jahr 2000. Diese betrugen in Deutschland 9,7 und in Rheinland-Pfalz 12,0 Prozent. In Zweibrücken war das Wachstum mit 7,5 Prozent unterdurchschnittlich. Noch weiter hinkte Pirmasens mit 0,9 Prozent hinterher. Dagegen lag die Südwestpfalz mit 17,6 Prozent klar über dem Trend Im Saarpfalz-Kreis betrug das Wachstum sogar 19,5 Prozent.