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Stickstoffdioxid-Belastung rückgängig
Die Luft in vielen Städten in Rheinland-Pfalz wird sauberer

 Die rheinland- pfälzische  Umwelt­ministerin  Ulrike Höfken.  Foto: Dedert/dpa
Die rheinland- pfälzische Umwelt­ministerin Ulrike Höfken. Foto: Dedert/dpa FOTO: dpa / Arne Dedert
Mainz. Nur in der Landeshauptstadt Mainz wird der europäische Stickstoffdioxid-Grenzwert noch immer überschritten. Befürworter des verhängten Diesel-Fahrverbots fühlen sich bestätigt.

Die Stickstoffdioxid-Belastung in den Städten in Rheinland-Pfalz ist rückläufig – aber in der Landeshauptstadt reichen die Anstrengungen bisher nicht aus. Das geht aus Daten des Umweltbundesamtes hervor, die am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurden. Demnach lag der NO2-Jahresmittelwert in der Mainzer Parcusstraße 2019 bei 42 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und damit über dem europäischen Grenzwert von 40 Mikrogramm. Im Vorjahr waren es noch 47 Mikrogramm gewesen.

Unter den Grenzwert auf jeweils 38 Mikrogramm sank nach Angaben des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums der Jahresmittelwert in Koblenz (Vorjahr: 42 Mikrogramm) und Ludwigshafen (Vorjahr: 40 Mikrogramm).

„Ich begrüße sehr, dass die NO2-Werte und damit die Belastungen der Luft in unseren Städten rückläufig sind. Denn es geht um den Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger“, erklärte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne). Die Anwohner und insbesondere die Kinder sollten auch in den Städten saubere Luft atmen können.



Mainz hatte Ende Januar als erste Stadt in Rheinland-Pfalz ein Diesel-Fahrverbot verhängt. Demnach dürfen vom 1. Juli dieses Jahres an sowohl Diesel-Fahrzeuge bis Klasse 5 als auch ältere Benziner auf einem Teil der Rheinachse nicht mehr fahren. Darunter fällt auch die vielbefahrene Theodor-Heuss-Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden. Zudem soll Tempo 30 auf die gesamte Mainzer Innenstadt ausgeweitet werden. Mit den Maßnahmen will die Landeshauptstadt ein von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gerichtlich gefordertes Fahrverbot für die gesamte Innenstadt verhindern.

Bundesweit geht die Belastung der Stadtluft durch Diesel-Abgase derweil weiter zurück. Nach der UBA-Auswertung wurde der NO2-Grenzwert im vergangenen Jahr noch an einer von fünf verkehrsnahen Messstationen überschritten – im Vorjahr war der Anteil noch mehr als doppelt so hoch. „Die Luftqualität in 2019 hat sich verbessert“, erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Allerdings wird der zulässige Jahresmittelwert Luft weiterhin in mindestens 19 deutschen Städten gerissen.

(dpa)