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Stadt Gaziantep schlägt Partnerschaft mit Ludwigshafen vor

 Die dreijährige Lara betätigt sich mit sichtlichem Vergnügen in der Kinderwerkstatt. Foto: ets
Die dreijährige Lara betätigt sich mit sichtlichem Vergnügen in der Kinderwerkstatt. Foto: ets
Ludwigshafen/Istanbul. Als Reaktion auf die Brandkatastrophe von Ludwigshafen hat der Bürgermeister der türkischen Stadt Gaziantep, Asim Güzelbey, der Bürgermeisterin von Ludwigshafen Eva Lohse (CDU, Foto: dpa) eine Städtepartnerschaft vorgeschlagen

Ludwigshafen/Istanbul. Als Reaktion auf die Brandkatastrophe von Ludwigshafen hat der Bürgermeister der türkischen Stadt Gaziantep, Asim Güzelbey, der Bürgermeisterin von Ludwigshafen Eva Lohse (CDU, Foto: dpa) eine Städtepartnerschaft vorgeschlagen. Er wolle zudem nach Ludwigshafen reisen, um dort Polizisten und Feuerwehrleute für ihren Einsatz mit einer Plakette zu ehren. Dies habe der Stadtrat von Gaziantep beschlossen. Eineinhalb Wochen nach dem tödlichen Wohnhausbrand waren bis gestern trotz eines Aufrufs der Polizei erst wenige Privatfotos vom Unglücksort bei den Ermittlern eingegangen. "Das läuft etwas schleppend an, wir hatten uns eigentlich mehr erhofft", sagte der Polizeisprecher Markus Sicius. Die Fahnder hatten am Montag die Öffentlichkeit um Film- und Fotoaufnahmen gebeten, die vor dem Brandausbruch von Haus und Umgebung gemacht worden waren. Bei einem Feuer in dem alten Wohnhaus waren am Sonntag vor einer Woche neun Menschen ums Leben gekommen, 60 wurden verletzt. Der Leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig bestätigte gestern, dass auch eine Zeugenaussage geprüft werde, wonach am Tag des Unglücks ein Mann aus dem Haus gekommen sei. Er soll sich erst in der Nähe aufgehalten und dann zu einer Tankstelle gelaufen sein. Die Brandursache ist immer noch unklar. dpa