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Syrer kommt in die Niederlande
Staatsanwalt: Terrorverdächtiger wird im Januar ausgeliefert

Koblenz. Der in Mainz festgenommene terrorverdächtige Syrer wird nach Einschätzung des Koblenzer Generalstaatsanwalts noch in diesem Monat in die Niederlande ausgeliefert.

„Ich gehe davon aus, dass wir das im Januar über die Bühne bekommen“, sagte Jürgen Brauer der Deutschen Presse-Agentur.

Das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz hat nach eigenen Angaben noch keinen Auslieferungshaftbefehl erlassen. Wann es dazu kommen könne, sei vorerst noch unklar, teilte OLG-Sprecherin Petra Zimmermann mit. Danach könnte der 26-jährige Syrer laut Brauer zügig in die Niederlande ausgeliefert werden. Er hat in Rotterdam einen Wohnsitz.

Der junge Mann hatte nach früheren Angaben von Brauer dem vereinfachten Auslieferungsverfahren zugestimmt. Er wurde bereits von niederländischen Ermittlern vernommen. Der Syrer sitzt in einem Gefängnis in Rheinland-Pfalz. Zu Hinweisen in Medien, dabei handele es sich um die Justizvollzugsanstalt Rohrbach nahe Wöllstein in Rheinhessen, nahmen Brauer und Zimmermann keine Stellung.



Festgenommen worden war der Syrer Ende 2018 in der Wohnung eines laut Polizei unverdächtigen Cousins in Mainz. Kurz zuvor hatten Polizisten in Rotterdam vier Terrorverdächtige im Alter zwischen 20 und 30 Jahren aus „nicht-westlichen Ländern“ gefasst. Sie sollen gemeinsam mit dem in Mainz Festgenommenen einen Anschlag vorbereitet haben.