| 23:00 Uhr

Vor erneutem Abschiebeflug
Spiegel kritisiert Groß-Abschiebung nach Afghanistan

 Die rheinland-­pfälzische Integrations­ministerin  Anne Spiegel.
Die rheinland-­pfälzische Integrations­ministerin Anne Spiegel. FOTO: dpa / Arne Dedert
Mainz/Düsseldorf. Unmittelbar vor einem neuen geplanten Abschiebeflug mit abgelehnten afghanischen Asylbewerbern hat die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Anne Spiegel (Grüne) kritisiert, dass die Situation für diese Menschen in weiten Teilen ihrer Heimat keineswegs sicher sei. „Was mich mit großer Sorge umtreibt, ist die hohe Zahl an Opfern unter der Zivilbevölkerung“, sagte Spiegel gestern in Mainz.

Unmittelbar vor einem neuen geplanten Abschiebeflug mit abgelehnten afghanischen Asylbewerbern hat die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Anne Spiegel (Grüne) kritisiert, dass die Situation für diese Menschen in weiten Teilen ihrer Heimat keineswegs sicher sei. „Was mich mit großer Sorge umtreibt, ist die hohe Zahl an Opfern unter der Zivilbevölkerung“, sagte Spiegel gestern in Mainz.

Nach längerer Pause sollten am Abend erstmals wieder abgelehnte Asylbewerber per Sammelflug nach Afghanistan abgeschoben werden. Betroffen sind mindestens zwölf Menschen, darunter nach Angaben des Flüchtlingsrates NRW vier aus Nordrhein-Westfalen und sechs aus Bayern. Aus Rheinland-Pfalz sollte niemand dabei sein.

Aufgrund der Vor-Ort-Informationen von Nichtregierungsorganisationen könne nicht davon ausgegangen werden, dass es sichere Gebiete in Afghanistan gebe, sagte Spiegel. Der jüngste Zwischenbericht von Auswärtigem Amt und Bundesinnenministerium zur Lage in Afghanistan beachte nach vorliegenden Informationen zu wenig, wie sich die Sicherheit der Zivilbevölkerung entwickle, betonte die rheinland-pfälzische Integrationsministerin.