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SPD mit leichtem Mitgliederplus

Mainz. Die CDU ist mitgliederstärkste Partei in Rheinland-Pfalz, verliert aber weiter Anhänger. Die SPD kann etwas zulegen, ähnlich die Grünen. FDP und Piraten verlieren Mitglieder, die Linke bleibt fast stabil. Von dpa-Mitarbeiter Oliver von Riegen

Die SPD in Rheinland-Pfalz hat den Mitgliederschwund im vergangenen Jahr zumindest vorerst gestoppt. Die meisten Mitglieder an Rhein und Mosel hat jedoch die CDU, bei der die Zahl allerdings weiter zurückgeht. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa unter CDU, SPD, den Grünen, der FDP, der Linken, der Piratenpartei und der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD). Die Grünen konnten bei der Mitgliederzahl etwas zulegen, auch die AfD sieht sich hierbei im Aufwind. Während FDP und Piraten Mitglieder verloren haben, hält sich die Linke stabil.

Die CDU Rheinland-Pfalz zählte Ende 2013 nach eigenen Angaben rund 44 500 Mitglieder und bleibt damit an der Spitze im Land. Ein Jahr vorher waren es allerdings noch rund 47 000 Mitglieder. Die Christdemokraten konnten jedoch für November 2013 einen positiven Saldo vermelden: Die Partei habe mehr neue Mitglieder gewonnen als austraten oder starben, teilte Sprecher Tobias Diehm mit. Über 1000 Neumitglieder seien im vergangenen Jahr in die Partei eingetreten.

Die rheinland-pfälzische SPD verbuchte Ende 2013 unter dem Strich ein kleines Plus von 200 Mitgliedern - sie zählt insgesamt weiter rund 40 000. "Damit ist ein eindeutig positiver Trend erkennbar", erklärte Sprecher Henning Henn. Im vergangenen Jahr seien mehr als 1300 neue Mitglieder hinzugekommen. Das Jahr 2013 stand bei der SPD auch im Zeichen des Wechsels von Kurt Beck zu Malu Dreyer als Ministerpräsidentin.

Die Grünen, die im Land mitregieren, freuen sich ebenfalls über eine kleine Zunahme. Sie zählten nach Angaben von Sprecherin Lisa Harlfinger Ende 2013 genau 2976 Mitglieder - ein Jahr zuvor waren es 2928. Damit haben die Grünen die 3000er-Marke noch nicht ganz geknackt.

Die FDP hat Anhänger verloren: Sie zählte Ende vergangenen Jahres 4386 Mitglieder, ein Jahr zuvor waren es 4534. Hauptgeschäftsführer Josef Becker sieht aber den Mitgliederschwund der Vorjahre gestoppt: Während es 2012 noch 311 Austritte gab, waren es im vergangenen Jahr 261. Die Liberalen sind seit 2011 nicht mehr im Landtag vertreten.

Die Linke hat in Rheinland-Pfalz fast die gleiche Mitgliederzahl wie vor einem Jahr. Ende 2013 waren es 1656 Mitglieder, ein Jahr zuvor 1657. "Es ist faktisch stabil", sagte Fabian Bauer von der Landesgeschäftsstelle. Seit dem Bundestagswahlkampf habe es spürbar mehr Eintritte gegeben. Davon gingen Austritte und Todesfälle ab. Auch die Piratenpartei musste Federn lassen bei den Mitgliedern. Die Piraten haben derzeit laut Sprecher Ingo Sauer 875 Mitglieder - Ende 2012 waren es noch 1166, allerdings hatten damals nicht alle ihren Beitrag bezahlt. Die Zahl stimmberechtigter Mitglieder lag Ende 2012 bei 961.

Die AfD zählte Anfang Januar in Rheinland-Pfalz 989 Mitglieder. Zwischenzeitlich habe die AfD schon rund 1200 Mitglieder gehabt, sagte die zweite stellvertretende Landeschefin Beatrix Klingel. Die Zahl sei etwa bei Meldungen über Finanzprobleme in Griechenland gestiegen. Zum Jahresende habe es knapp zehn Austritte gegeben. Insgesamt steige die Mitgliederzahl aber deutlich.