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Klassisches Schulbuch aus Papier wird aber nicht verbannt
Sechs Schulen sollen digitale Schulbücher testen

Mainz. Sechs rheinland-pfälzische Schulen sollen digitale Schulbücher testen. Im Willigis-Gymnasium in Mainz und in der Grundschule Langenhahn im Westerwald kämen diese bereits zum Einsatz, teilte das Bildungsministerium am Dienstag in Mainz mit.

Das klassische Schulbuch aus Papier soll aber nicht verbannt werden: Die Schulen setzten bei dem Projekt parallel gedruckte und digitale Schulbücher ein, erklärte ein Sprecher des Ministeriums.

Derzeit liefen Gespräche, um das Projekt auf zwei Realschulen plus in Ludwigshafen und Worms und zwei Gymnasien in Koblenz und Schweich im Kreis Trier-Saarburg auszudehnen. Ziel sei es, zum Schuljahr 2021/22 nach dem Plan der Kultusminister eine digitale Lernumgebung anzubieten. Die dazu notwendige Infrastruktur wie Tablet-Computer oder einen Internetanschluss mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde haben die ausgewählten Schulen bereits.

„Das ist mir ein ganz großes Anliegen von Anfang an gewesen“, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) über das Projekt. „Es ist so ein Stück Zeitenwende.“ Dabei gehe um eigens entwickelte Schulbücher, keine Digitalfassungen des gedruckten Buches. Sie hoffe, dass die Bundesregierung über den Digitalpakt Schule Finanzmittel zur Verfügung stelle. Dies sei eine Grundlage dafür, das Projekt flächendeckend auszubauen, so die Mainzer Regierungschefin. Bis 2021 will Rheinland-Pfalz einen „Schulcampus“ als Plattform für digitale Lernmittel anbieten.



(dpa)