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Schulbeginn: Gewerkschaften fordern mehr Lehrer

Mainz. Zum Schuljahresbeginn am Montag in Rheinland-Pfalz haben Lehrergewerkschaften eine bessere Unterrichtsversorgung gefordert. Gerade angesichts der startenden Schulreform mit der Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen sei eine ausreichende Zahl von Lehrern für die neuen Herausforderungen besonders wichtig, teilte der Verband Bildung und Erziehung (VBE) am Freitag in Mainz mit

Mainz. Zum Schuljahresbeginn am Montag in Rheinland-Pfalz haben Lehrergewerkschaften eine bessere Unterrichtsversorgung gefordert. Gerade angesichts der startenden Schulreform mit der Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen sei eine ausreichende Zahl von Lehrern für die neuen Herausforderungen besonders wichtig, teilte der Verband Bildung und Erziehung (VBE) am Freitag in Mainz mit. Gleichwohl gebe es immer noch ein so genanntes strukturelles Defizit, das insgesamt an allen Schulen des Landes "einem Besetzungsbedarf von rein rechnerisch mindestens 700 Lehrerstellen" entspreche. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisierte die Unterrichtsversorgung. Nach Darstellung des VBE fehlen allein an den ersten 122 "Realschulen plus" bei einem strukturellen Defizit von zwei Prozent umgerechnet etwa 100 Lehrer. Doch selbst an Schulen mit Vollversorgung würden in vielen Fällen nicht alle Fächer mit Fachlehrern, sondern mit anders ausgebildeten Lehrern abgedeckt. Für eine gute Unterrichtsqualität dürften in den Grundschulklassen nicht mehr als 20 und auch in den höheren Klassen der "Realschulen plus" nicht mehr als 25 Schüler sitzen, forderte die Lehrergewerkschaft. dpa



StichwortDie ersten 122 "Realschulen plus" starten am Montag im Land. In den kommenden Schuljahren sollen stufenweise weitere folgen. Damit werden die inzwischen ungeliebten Hauptschulen mit den Realschulen zusammengeführt. Unter dem Dach der neuen "Realschulen plus" gibt es im fünften und sechsten Jahrgang eine verpflichtende Orientierungsstufe mit maximal 25 Schülern pro Klasse. dpa