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Schad betont die Verantwortung der Kirche für die Bildung

Speyer. Kirchenpräsident Christian Schad hat die Verantwortung der Kirche für die Bildung hervorgehoben. Die evangelische Kirche stehe für das reformatorische Bündnis von Glaube und Verstehen, sagte Schad am Mittwoch in Speyer anlässlich des bevorstehenden Jahreswechsels

Speyer. Kirchenpräsident Christian Schad hat die Verantwortung der Kirche für die Bildung hervorgehoben. Die evangelische Kirche stehe für das reformatorische Bündnis von Glaube und Verstehen, sagte Schad am Mittwoch in Speyer anlässlich des bevorstehenden Jahreswechsels. Deshalb werde die Evangelische Kirche der Pfalz das Thema "Bildung" auch in den Mittelpunkt des Jahres 2010 rücken. Er sei der Überzeugung, dass Bildung unvollständig sei, wenn sie nicht die Dimension des Glaubens mit einschließe, sagte Schad. Umgekehrt bleibe der christliche Glaube unbegriffen, wenn er nicht verantwortet und verstanden werde. Die Landeskirche setze mit ihrer Bildungsarbeit in den 241 protestantischen Kindertagesstätten an, die sich in der Kinder- und Jugendarbeit und im Konfirmandenunterricht fortsetze. Stärker als bisher müsse der Religionsunterricht an den Schulen gewürdigt werden. Die kirchliche Bildungsaufgabe werde umso dringender, je mehr die Zugehörigkeit zur Kirche an Selbstverständlichkeit verliere. Christliche Grundüberzeugungen müssten mit den Lebenserfahrungen und Weltsichten von Außenstehenden verknüpft werden. "Gefragt ist heute eine vielstimmige Kommunikation über den Glauben, in der die Antworten der christlichen Tradition nicht einfach behauptet, sondern in Beziehung zu den Lebensbezügen gesetzt werden", so Schad. Eine Gelegenheit, auf die Bedeutung der Bildung aufmerksam zu machen, biete das für 2010 ausgerufene Melanchthonjahr aus Anlass des 450. Todestages des Reformators, sagte Schad. epd