| 23:10 Uhr

Vorstoß aus Rheinland-Pfalz
Sanitäter sollen für Notfalleinsätze abgesichert werden

Mainz. (dpa) Notfallsanitäter sollen nach einer Bundesratsinitiative aus Rheinland-Pfalz künftig ohne Sorge vor rechtlichen Folgen ärztliche Hilfe bei Patienten leisten können, wenn noch kein Arzt zur Stelle ist.

Das Landeskabinett in Mainz beschloss am Dienstag diesen Vorstoß mit dem Ziel, das Notfallsanitätergesetz entsprechend zu ändern. So solle diese wichtige Ausnahme vom sogenannten Heilkundevorbehalt gesetzlich abgesichert werden, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Bei einem Einsatz befinde sich der Notfallsanitäter oft im Zwiespalt zwischen Pflicht und Verbot, erklärten das Innen- und das Gesundheitsministerium zu der Bundesratsinitiative, die gemeinsam mit Bayern in diesem Monat in die Länderkammer eingebracht werden soll. Entscheidet sich der oder die Sanitäterin vor Eintreffen des Notarztes zu Maßnahmen, die sonst nur Ärzten vorbehalten sind, wird der Heilkundevorbehalt verletzt.

Dazu gehören etwa invasive, also gewebeverletzende Eingriffe, um eine Verschlechterung des Zustands zu verhindern.



(dpa)