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Rund 300 angestellte Lehrer aus Rheinland-Pfalz protestieren

Mainz/Karlsruhe. Rund 300 angestellte Lehrer aus Rheinland-Pfalz haben sich gestern an einem länderübergreifenden Warnstreik beteiligt. Mit etwa 700 Kollegen aus Baden-Württemberg und dem Saarland versammelten sie sich in Karlsruhe zu einer zentralen Kundgebung

Mainz/Karlsruhe. Rund 300 angestellte Lehrer aus Rheinland-Pfalz haben sich gestern an einem länderübergreifenden Warnstreik beteiligt. Mit etwa 700 Kollegen aus Baden-Württemberg und dem Saarland versammelten sie sich in Karlsruhe zu einer zentralen Kundgebung. Sie protestierten dagegen, dass sie als Angestellte 600 bis 800 Euro im Monat weniger auf dem Konto hätten als ihre Beamten-Kollegen. Sie forderten deshalb einen Tarifvertrag. "Seit 50 Jahren werden angestellte Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte durch die Arbeitgeber ohne Beteiligung der Gewerkschaften eingruppiert. Das muss endlich ein Ende haben", sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Rheinland-Pfalz, Klaus-Peter Hammer (Foto: gew), laut einer Mitteilung. Nach Angaben der Lehrergewerkschaft, die zu der Aktion aufgerufen hatte, haben bundesweit rund 200 000 Lehrer an staatlichen Schulen keinen Tarifvertrag, der ihre Eingruppierung regelt. GEW-Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, die seit Ende 2009 laufen, sind bisher ergebnislos geblieben, hieß es weiter. Unterdessen hat sich auch der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Rheinland-Pfalz in einer Mahnwache in Mainz für eine tarifliche Regelung stark gemacht. Es gehe darum, "die soziale Schieflage unter den Lehrern zu beseitigen und endlich einen Tarifvertrag für Lehrkräfte durchzusetzen, der das Einkommen regelt", teilte die Lehrergewerkschaft mit. Bisher hätten sich die öffentlichen Arbeitgeber "hartleibig" gezeigt. dpa