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Rot-Grün will mehr Arbeitsplätze für Behinderte

Mainz. SPD und Grüne in Rheinland-Pfalz wollen mehr spezielle Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen. Die Möglichkeiten in sogenannten Integrationsfirmen sollen erweitert werden. red

Die Landtagsfraktionen von SPD und Grünen wollen die Förderung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung erweitern. Das Ziel sei, bis Mitte 2016 gemeinsam mit dem Sozialministerium 100 zusätzliche Arbeitsplätze in Integrationsfirmen zu fördern, teilten die Fraktionschefs Hendrik Hering (SPD) und Daniel Köbler (Grüne) am Freitag nach einem Treffen mit Vertretern von Integrationsfirmen und Wohlfahrtsverbänden in Mainz mit. In 68 Integrationsfirmen arbeiten derzeit fast 800 Behinderte gemeinsam mit rund 1200 Menschen ohne Behinderungen unter Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes.

"Die Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit Behinderung ist ein vorrangiges Ziel unserer Sozialpolitik in Rheinland-Pfalz. Die Eingliederung schwerbehinderter Menschen durch Integrationsbetriebe in eine Beschäftigung des allgemeinen Arbeitsmarktes, ist für uns ein wichtiges Instrument zur Umsetzung dieser Zielsetzung", erklärt Hering. Als Bindeglied zwischen den Werkstätten für behinderte Menschen und dem allgemeinen Arbeitsmarkt komme den Integrationsfirmen eine große Bedeutung zu.

"Wir wollen die Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen trotz Schuldenbremse stärken. Dies ist ein weiterer wichtiger Baustein für die Inklusion", fügt Köbler hinzu. In 68 rheinland-pfälzischen Integrationsfirmen arbeiten knapp 800 Menschen mit Behinderungen gemeinsam mit etwa 1200 Menschen ohne Behinderungen unter den Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes. Die Integrationsfirmen müssen sich, wie andere Firmen auch, im Wirtschaftsleben bewähren und behaupten. Die Integrationsfirmen haben einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen. Davon profitieren viele. Vor diesem Hintergrund ist es auch weiterhin das Ziel der Landesregierung, die Finanzierung so weit wie möglich unabhängig von der Ausgleichsabgabe zu gestalten. Durch die dauerhafte Förderung schwerbehinderter Menschen ist es absehbar, bis wann die fiskalischen Möglichkeiten der Ausgleichsabgabe nicht mehr gegeben sind.