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Rheinland-Pfalz seit 20 Jahren mit Behindertenbeauftragtem

Mainz. In Rheinland-Pfalz kümmert sich seit 20 Jahren ein Beauftragter der Landesregierung um die Sorgen und Nöte von Menschen mit Behinderungen. "Die fünf Beauftragten haben in dieser Zeit wichtige Akzente in der Politik für und mit behinderten Menschen gesetzt", erklärte Sozialministerin Malu Dreyer (SPD) gestern

Mainz. In Rheinland-Pfalz kümmert sich seit 20 Jahren ein Beauftragter der Landesregierung um die Sorgen und Nöte von Menschen mit Behinderungen. "Die fünf Beauftragten haben in dieser Zeit wichtige Akzente in der Politik für und mit behinderten Menschen gesetzt", erklärte Sozialministerin Malu Dreyer (SPD) gestern. Sie hätten entscheidend dazu beigetragen, dass Rheinland-Pfalz viele Initiativen für Gleichstellung, Selbstbestimmung und Teilhabe auf den Weg gebracht habe. Zum 20-jährigen Jubiläum trafen sich der derzeitige Landesbehindertenbeauftragte Ottmar Miles-Paul und die kommunalen Behindertenbeauftragten und-beiräte in Mainz.Zum ersten Landesbeauftragten war 1991 der ehemalige Staatssekretär Udo Reichenbecher ernannt worden. Ihm folgten der heutige Oberbürgermeister der Stadt Trier Klaus Jensen, bevor der ehemalige Staatssekretär Richard Auernheimer das Amt übernahm. Mit der Ernennung von Marita Boos-Waidosch im Jahr 2007 wurde das Amt unabhängig von der Position des Staatssekretärs als Stabsstelle im Sozialministerium angesiedelt.

Dreyer begrüßte, dass im Koalitionsvertrag der neuen rot-grünen Landesregierung explizit die Unterstützung der Kommunen bei der Einrichtung weiterer Behindertenbeauftragter und -beiräte verankert sei. Diese trügen vor Ort entscheidend dazu bei, dass die Belange behinderter Menschen bei Planungen und Entscheidungen berücksichtigt werden, erklärte Miles-Paul. Inzwischen gibt es im Land mehr als 50 kommunale Behindertenbeauftragte und fast 30 Behindertenbeiräte. dpa