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Rheinland-Pfalz schließt Klagen gegen hessischen Fluglärm nicht aus

Mainz. Im Streit um zunehmenden Fluglärm aus Hessen hält der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) auch Klagen für möglich. Natürlich strebe seine SPD-Landesregierung in erster Linie eine politische Lösung mit Hessen an, sagte der Regierungschef bei einem "Fluglärmkongress" am Freitag in Mainz. Er wolle auch nicht mit Klagen drohen

Mainz. Im Streit um zunehmenden Fluglärm aus Hessen hält der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) auch Klagen für möglich. Natürlich strebe seine SPD-Landesregierung in erster Linie eine politische Lösung mit Hessen an, sagte der Regierungschef bei einem "Fluglärmkongress" am Freitag in Mainz. Er wolle auch nicht mit Klagen drohen. Falls sich aber keine faire Verteilung des wachsenden Lärms erreichen lasse, könne seine Regierung Kommunen und Landeseinrichtungen dabei unterstützen, sich juristisch zu wehren, betonte er.Der Frankfurter Flughafen will im Herbst seine neue Nordwestlandebahn in Betrieb nehmen. Diese vierte Bahn erweitert die Kapazität um die Hälfte. Im benachbarten Rheinland-Pfalz wird befürchtet, dass das Land dann wegen geänderter Flugrouten einen Großteil des Lärms abbekommt. Die geplante einseitige Verschiebung der Lärmbelastung in Richtung Mainz und das rheinhessische Umland sei inakzeptabel, sagte Beck. dpa