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Rheinland-Pfalz macht mehr Schulden trotz brummender Konjunktur

Wiesbaden/Bad Ems. Trotz brummender Konjunktur und sprudelnder Steuereinnahmen sind die öffentlichen Haushalte in Rheinland-Pfalz tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Das Land stand Ende vergangenen Jahres mit 33,0 Milliarden Euro in der Kreide, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Zahlen gestern in Wiesbaden mitteilte. Agentur

Das waren 277 Millionen oder 0,8 Prozent mehr Schulden als ein Jahr zuvor.

Das Gros der Bundesländer konnte dagegen seine Verbindlichkeiten verringern. Die Schulden aller Länder verringerten sich um 0,7 Prozent oder 4,3 Milliarden auf 617,6 Milliarden Euro . Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede: Bayern verbuchte mit minus 9,8 Prozent den prozentual höchsten Rückgang, in Bremen kletterten die Schulden um 6,7 Prozent.

Auch die rheinland-pfälzischen Kommunen und Gemeindeverbände standen tiefer in der Kreide - obwohl sie höhere Steuereinnahmen einfuhren. Ihre Schulden beliefen sich den Angaben zufolge Ende 2015 auf 12,8 Milliarden Euro - 182 Millionen oder 1,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit schnitten sie noch besser ab als die Kommunen und Gemeindeverbände bundesweit, deren Schulden insgesamt um 3,8 Prozent auf 145,0 Milliarden Euro kletterten.

Die Steuereinnahmen der rheinland-pfälzischen Kommunen lagen indes im vergangenen Jahr bei vier Milliarden Euro . Das waren 7,1 Prozent mehr als 2014, wie das Statistische Landesamt in Bad Ems gestern mitteilte. Damit stiegen die jährlichen Steuereinnahmen der Kommunen im Land zum sechsten Mal in Folge. > Seite 15: Weiterer Bericht