| 23:12 Uhr

Rheinland-Pfalz ist gegen Warnschussarrest für junge Straftäter

Mainz. Rheinland-Pfalz lehnt die Einführung eines Warnschussarrests für jugendliche Straftäter ab. Das Land setze statt auf Freiheitsentzug auf einen Ausbau sozialpädagogischer Angebote, teilten Jugendministerin Irene Alt (Grüne) und Justizminister Jochen Hartloff (SPD) am Freitag in Mainz mit

Mainz. Rheinland-Pfalz lehnt die Einführung eines Warnschussarrests für jugendliche Straftäter ab. Das Land setze statt auf Freiheitsentzug auf einen Ausbau sozialpädagogischer Angebote, teilten Jugendministerin Irene Alt (Grüne) und Justizminister Jochen Hartloff (SPD) am Freitag in Mainz mit. Die Bundesregierung plant, dass bei Bewährungsstrafen für junge Straftäter zusätzlich ein Arrest verhängt werden kann.Forderungen nach einem Warnschussarrest waren zuletzt nach brutalen Gewalttaten Jugendlicher erhoben worden, etwa nach Angriffen auf U-Bahn-Passanten. "Ein kurzer Freiheitsentzug mittels Jugendarrest ist schon heute durch das Jugendstrafrecht möglich. Allerdings ließ sich die Mehrheit der Jugendlichen dadurch nicht von weiteren Straftaten abschrecken", argumentierten Hartloff und Alt. Die Rückfallquote liege laut Deutscher Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfe bei rund 65 Prozent. "Daher halten wir die Einführung des Warnschussarrests für wenig erfolgversprechend." dpa