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Kommunalwahl
Rekordtief für CDU und SPD bei Kommunalwahlen

Bad Ems/Mainz. Vier Tage nach der Wahl liegt das vorläufige Landesergebnis vor: Die CDU kann sich in Stadträten und Kreistagen als stärkste Partei behaupten.

Bei den Wahlen zu Stadträten oder Kreistagen hat es für die CDU und SPD die schlechtesten Ergebnisse seit der Gründung von Rheinland-Pfalz gegeben. Nach dem am Mittwoch veröffentlichten vorläufigen Ergebnis der Kommunalwahlen erhielten die Christdemokraten am Sonntag 31,1 Prozent der Stimmen, 7,5 Prozentpunkte weniger als 2014. Die SPD kam auf 22,6 Prozent (minus 7,2) und übertraf damit geringfügig ihr Landesergebnis bei der gleichzeitigen Europawahl (21,3).

Drittstärkste Kraft in Stadträten, Gemeinderäten und Kreistagen sind die Grünen mit einem Stimmenanteil von 16,1 Prozent (plus 6,6). Die AfD kam auf 8,3 Prozent (plus 5,3). Danach folgen FDP (6,1 Prozent, plus 2,0) und Linkspartei (3,5 Prozent, plus 0,3). Die sonstigen Parteien, darunter die Freien Wähler und die Satire-Partei Die Partei, kamen zusammen auf 12,3 Prozent (plus 0,6).

An den Kommunalwahlen beteiligten sich 61,6 Prozent der 3,2 Millionen Wahlberechtigten. Bei der Europawahl waren es 64,9 Prozent bei einer etwas kleineren Zahl von Wahlberechtigten (3,1 Mio). Bei den letzten Kommunalwahlen 2014 waren es nur 55,6 Prozent gewesen. Zum Abschluss einer intensiven Zeit dankte Landeswahlleiter Marcel Hürter den insgesamt rund 60 000 Wahlhelfern für ihren ehrenamtlichen Einsatz.



In der Landeshauptstadt Mainz hat die Ampel-Koalition weiter eine deutliche Mehrheit, wird aber jetzt von den Grünen angeführt, die auf 27,6 Prozent kamen. Die SPD erreichte 20,5, die FDP 5,9 Prozent. Auch im Trierer Stadtrat stellen die Grünen jetzt die meisten Abgeordneten. In Ludwigshafen wurde die SPD (24,9) stärkste Kraft, ein überdurchschnittliches Ergebnis erreichte dort die AfD mit 15,6 Prozent. Führende Positionen sicherte sich die CDU in Speyer und Worms.

(dpa)