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Rainer Brüderle als FDP-Landeschef wiedergewählt

 Mit den Grünen ging Brüderle in seiner Rede auf dem Landesparteitag hart ins Gericht. Foto: dpa
Mit den Grünen ging Brüderle in seiner Rede auf dem Landesparteitag hart ins Gericht. Foto: dpa
Ransbach-Baumbach. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) ist als rheinland-pfälzischer FDP-Vorsitzender wiedergewählt worden und geht nun auf 30 Jahre Amtszeit zu. Auf einem Landesparteitag am Samstag in Ransbach-Baumbach im Westerwald erhielt er 96 Prozent der Stimmen, wie ein Parteisprecher mitteilte. Es ist bereits die 15

Ransbach-Baumbach. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) ist als rheinland-pfälzischer FDP-Vorsitzender wiedergewählt worden und geht nun auf 30 Jahre Amtszeit zu. Auf einem Landesparteitag am Samstag in Ransbach-Baumbach im Westerwald erhielt er 96 Prozent der Stimmen, wie ein Parteisprecher mitteilte. Es ist bereits die 15. Amtszeit für den 65-Jährigen, der seit 28 Jahren die Liberalen im Land anführt. Die 188 Delegierten bestätigten auch die anderen Mitglieder des Parteivorstands im Amt. Brüderle und der rheinland-pfälzische FDP-Spitzenkandidat Herbert Mertin stimmten die Partei auf den Endspurt im Wahlkampf ein.In seiner Rede wetterte Brüderle vor allem gegen die Bildungspolitik der Grünen, die die Einheitsschule einführen und Schulnoten abschaffen wollten. "Es gibt keine "Einheitskinder", also brauchen wir auch keine Einheitsschule", sagte der Bundeswirtschaftsminister. Auch Mertin führte Angriffe gegen die zuletzt nicht im Landtag vertretenen Grünen. Infrastrukturmaßnahmen wie der Hochmoselübergang seien für die wirtschaftliche Entwicklung in den ländlichen Regionen von Rheinland-Pfalz von entscheidender Bedeutung, mahnte der Spitzenkandidat der Liberalen.

Zu einer möglichen Koalition machte Brüderle keine Angaben. Bis 2006 hatte in Rheinland-Pfalz die FDP 15 Jahre lang zusammen mit der SPD regiert - seitdem sitzen die Liberalen auf der Oppositionsbank im Landtag. Beim Parteitag in Ransbach-Baumbach wurden auch Brüderles Stellvertreter, die Bundestagsabgeordneten Volker Wissing (94 Prozent) und Elke Hoff (87 Prozent), sowie Schatzmeister Jürgen Creutzmann mit 96 Prozent in ihren Ämtern im Landesparteivorstand bestätigt. dpa