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Qualität der Kitas weiter fördern

 Die Evangelische Landeskirche in Rheinland-Pfalz will die Qualität in ihren Kindergärten mit Investitionen von 2,1 Millionen Euro weiter fördern. Foto: dpa/Büttner
Die Evangelische Landeskirche in Rheinland-Pfalz will die Qualität in ihren Kindergärten mit Investitionen von 2,1 Millionen Euro weiter fördern. Foto: dpa/Büttner
Kaiserslautern. Die Evangelische Kirche der Pfalz will die Qualität der Arbeit in ihren Kindertagesstätten weiter gezielt fördern. 27 Kindertagesstätten hätten sich bisher am "Projekt Kita+QM" von Landeskirche und Diakonie zur Qualitätssicherung beteiligt, sagte der pfälzische Diakoniedezernent, Oberkirchenrat Manfred Sutter, am Freitag in Kaiserslautern Von Alexander Lang und Klaus Koch (epd)

Kaiserslautern. Die Evangelische Kirche der Pfalz will die Qualität der Arbeit in ihren Kindertagesstätten weiter gezielt fördern. 27 Kindertagesstätten hätten sich bisher am "Projekt Kita+QM" von Landeskirche und Diakonie zur Qualitätssicherung beteiligt, sagte der pfälzische Diakoniedezernent, Oberkirchenrat Manfred Sutter, am Freitag in Kaiserslautern. Weitere 24 Kindertagesstätten würden sich an der im November 2010 gestarteten "Qualitätsoffensive" in einer zweiten Staffel beteiligen, für die dritte gebe es bereits 32 Voranmeldungen.Bis 2017 sollen alle 241 Kindertagesstätten in landeskirchlicher Trägerschaft mit ihren insgesamt 16 500 Plätzen an dem freiwilligen Qualitätssicherungs- und Qualitätsentwicklungsprozess teilnehmen, sagte Sutter. Zugleich wurde ein Handbuch für das Projekt vorgestellt.

Die Landeskirche messe ihrer Kindertagesstättenarbeit, die einen wichtigen Beitrag zur Wertorientierung der Gesellschaft leiste, einen hohen Stellenwert bei, sagte Sutter. Qualität und Bildung seien deren Markenzeichen. Ziel des Kita-Förderprojekts sei es, die Qualität der Arbeit der Kindertagesstätten gemeinsam mit den Erzieherinnen und Familien systematisch zu sichern und weiterzuentwickeln.

Das Projekt läuft je zwei Jahre in den beteiligten Einrichtungen. Es wird von dem Religionspädagogen Frieder Harz aus Nürnberg wissenschaftlich begleitet. Insgesamt 2,1 Millionen Euro investiert die Landeskirche dafür bis 2017.



Die protestantischen Kindertagesstätten seien Orte religiöser Bildung, sagte Sutter. In ihnen würden rund 15 000 Kinder im Bereich der Landeskirche umfassend in ihrer Entwicklung begleitet und gefördert. "Wir wollen Kindern Deutungsmuster für ihr Leben mit auf den Weg geben und Quellen des Vertrauens und der Hoffnung erschließen." Bildung in christlicher Verantwortung ziele darauf ab, den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft, Armut und Bildungserfolg aufzulösen. "Wir wollen Bildung und Qualität für alle, insbesondere Kinder aus sozial benachteiligten Familien brauchen früh ein qualitativ hochwertiges Angebot, das ihnen bessere Chancen auf Bildung sichert", erklärte Sutter.

Das "Projekt Kita+QM" knüpfe unter anderem an die Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz an, sagte Projektleiterin Alida Zaanen. Die Teilnehmer erarbeiteten für ihre Kindertagesstätte verbindliche und transparente Arbeitsabläufe und Qualitätsstandards. Ein wichtiger Bestandteil sei die religiöse Weiterbildung der Erzieherinnen. "Wir wollen die Sprachfähigkeit der Erzieherinnen in Glaubensfragen fördern", sagte Zaanen.

Das neue, bundesweit einmalige Handbuch bilde die Grundlage für die individuelle Arbeit in den teilnehmenden Kindertagesstätten, sagte Zaanen. Erzieherinnen, Eltern und Kinder würden motiviert, eigene Ziele und Themen zu entwickeln. Damit bereiteten sich die Kindertagesstätten auf eine mögliche Zertifizierung, etwa mit dem "evangelischen Gütesiegel", vor.