| 23:18 Uhr

Poldergegner wollen nach Abweisung ihrer Klage Berufung

Neustadt/Altrip. Die Gemeinde Altrip und andere Gegner des geplanten Rheinpolders südlich von Ludwigshafen wollen ihren juristischen Kampf gegen das Hochwasserschutzprojekt fortsetzen. Das Verwaltungsgericht in Neustadt an der Weinstraße hatte die Klagen gegen das Projekt im Dezember abgewiesen

Neustadt/Altrip. Die Gemeinde Altrip und andere Gegner des geplanten Rheinpolders südlich von Ludwigshafen wollen ihren juristischen Kampf gegen das Hochwasserschutzprojekt fortsetzen. Das Verwaltungsgericht in Neustadt an der Weinstraße hatte die Klagen gegen das Projekt im Dezember abgewiesen. Die Gemeinde und mehrere Privatleute hätten nun Antrag auf Zulassung der Berufung gestellt, sagte eine Sprecherin des Verwaltungsgerichtes am Freitag. Das bedeutet, dass sich voraussichtlich das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz mit dem Fall befassen muss. Im Bereich der Gemeinden Altrip, Waldsee und Neuhofen will das Land Rheinland-Pfalz in den kommenden Jahren ein rund 40 Millionen Euro teures Hochwasserschutzprojekt umsetzen. Dazu gehören die Schaffung eines Polders sowie die Rückverlegung von Deichen. Die Pläne sind Teil des Landeskonzeptes zum Hochwasserschutz am Rhein. Die Kläger befürchten Nachteile aus dem Projekt, etwa eine Verschlechterung der Grundwassersituation und Schäden an Gebäuden. Das Verwaltungsgericht war zu dem Schluss gekommen, dass der Planfeststellungsbeschluss für das Projekt nicht die Rechte der Kläger verletze. Beim Verwaltungsgericht sind zu dem Polder noch weitere Klagen anhängig, sie ruhen zum Teil. Am 10. März wird die Klage eines Bürgers aus Neuhofen verhandelt. dpa