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Pfälzer Kirchensynode kann nach Gerichtsentscheid vollständig tagen

Speyer. Dank einer Gerichtsentscheidung kann die neu gewählte Synode der evangelischen Kirche der Pfalz vom morgigen Donnerstag 16. Juli an vollständig tagen. Das Verfassungs- und Verwaltungsgericht der Kirche gab dem Eilantrag von drei Landauer Synodalen gegen eine Entscheidung der Kirchenregierung statt, wie die Kirche am gestrigen Dienstag mitteilte. Agentur

Die Kirchenregierung hatte die Ansicht vertreten, dass das Trio - darunter der Politikwissenschaftler Ulrich Sarcinelli - zunächst nicht in seine Ämter eingeführt werden sollte. Hintergrund ist ein Rechtsstreit um die Wahl - sie war von einem Landauer Pfarrer angefochten worden.

Landeskirchenrat und Kirchenregierung hatten den Einspruch des Geistlichen zwar als unbegründet zurückgewiesen. Weil er aber noch mehrere Wochen Zeit hat, um gegen die Entscheidung vorzugehen, empfahlen sie, dass die Landauer ihre Ämter erst antreten, wenn ihre Wahl unanfechtbar geworden ist. Das wollten diese aber nicht, denn beim Treffen der Synode werden zahlreiche Funktionsinhaber gewählt.

Die drei können nun vorläufig an der Synode teilnehmen und für Ämter kandidieren. Wenn in der Hauptsache die gleiche Entscheidung fällt, bleibt es dabei - wenn nicht, verlieren sie Sitze in den Gremien wieder. Die Wahl war angefochten worden, weil Sarcinelli und ein anderer Synodaler keinem Presbyterium - Kirchengemeindeleitung - angehörten hätten und dies nicht bekanntgewesen sei.