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Nürburgring: CDU fordert Trennung von Richter

 Die DTM macht regelmäßig Halt auf dem Nürburgring. Der Skandal um die Finanzierung des Ring-Projekts beschäftigt weiterhin Justiz und Politik. Foto: dpa
Die DTM macht regelmäßig Halt auf dem Nürburgring. Der Skandal um die Finanzierung des Ring-Projekts beschäftigt weiterhin Justiz und Politik. Foto: dpa
Mainz. Nach Berichten über seine angeblich mit Steuergeld erwirtschafteten Millionengewinne am Nürburgring hat die CDU-Landtagsfraktion ein Ende des Engagements von Kai Richter an der Rennstrecke gefordert. Nur so habe der Ring die Chance, in ruhiges Fahrwasser zu gelangen, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf laut Mitteilung am Freitag in Mainz

Mainz. Nach Berichten über seine angeblich mit Steuergeld erwirtschafteten Millionengewinne am Nürburgring hat die CDU-Landtagsfraktion ein Ende des Engagements von Kai Richter an der Rennstrecke gefordert. Nur so habe der Ring die Chance, in ruhiges Fahrwasser zu gelangen, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf laut Mitteilung am Freitag in Mainz. Es sei offenkundig geworden, dass Richter "öffentliche Gelder offenbar schamlos genutzt hat, um private Gewinne zu erzielen". Laut SWR soll aus einem Gutachten des Landesrechnungshofes hervorgehen, dass Richter "mit dem Durchleiten öffentlicher Mittel" 1,9 Millionen Euro verdient hat. Richter sagte, er habe sich bei seinen Geschäften an der Rennstrecke nichts vorzuwerfen, die Angaben zum Gewinn aus den Finanztransaktionen seien nicht ansatzweise richtig. Seine Firma Mediinvest war beim Ausbau der größtenteils landeseigenen Rennstrecke als Projektentwickler und Investor aufgetreten. Das Scheitern der von der SPD-Landesregierung betriebenen Privatfinanzierung für den Freizeit- und Businesspark am Ring sorgte 2009 für einen Skandal. Inzwischen hat sich Rheinland-Pfalz aus dem Management der Rennstrecke zurückgezogen. Der Parcours wird nun von der privaten Nürburgring Automotive GmbH betrieben. Dahinter stehen Richter und der Hotel-Unternehmer Jörg Lindner. Vor wenigen Wochen nahm die Staatsanwaltschaft Koblenz Ermittlungen gegen acht mutmaßliche Verantwortliche des Finanzskandals auf. Unter anderem geriet auch Richter in ihr Visier - der Vorwurf: Beihilfe zur Untreue. dpa