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Spielen im Freien im Trend
Naturpädagogik wird in Kitas immer wichtiger

Mainz/Lasel. (dpa) Spielen im Freien und mit der Natur wird in den rheinland-pfälzischen Kindergärten immer wichtiger. „Die Bedeutung von Naturpädagogik in den Kindertagesstätten hat erheblich zugenommen“, teilte das Bildungsministerium in Mainz mit. Eine besondere Rolle spiele für viele Kitas im neben Hessen waldreichsten Bundesland Rheinland-Pfalz das Walderlebnis.

„Neben den derzeit 32 reinen Waldkindergärten im Land bieten viele weitere Einrichtungen inzwischen Elemente der Waldpädagogik an. Das kann etwa ein Waldnachmittag pro Woche sein oder aber auch der Bau einer Hütte aus Laub und Ästen auf dem Kita-Gelände“, hieß es weiter. Insgesamt gibt es mehr als 2500 Kitas in Rheinland-Pfalz.

Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) teilte mit: „Eine eigene Hütte aus Ästen bauen, über Baumstämme balancieren und etwas über Tiere und Pflanzen lernen – die Natur ist ein spannender Lern- und Erlebnisraum für Kinder. Das gehört auch in Zeiten der Digitalisierung dazu.“ Viele der landesweit 32 Waldkitas mit Bauwagen oder Hütten für Mahlzeiten und extreme Wetterlagen haben laut Bildungsministerium nur vormittags geöffnet, was berufstätige naturverbundene Eltern vor Schwierigkeiten stellen könne. Das sehe bei Kindergärten mit längeren Öffnungszeiten und waldpädagogischem Schwerpunkt anders aus.

Das Ministerium verwies auch auf die sogenannte Konsultationskita in Lasel im Eifelkreis Bitburg-Prüm, wo Erzieherinnen anderer Kindergärten sich in der Naturpädagogik fortbilden können.



(dpa)