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Nationalpark kann kommen

Mainz/Saarbrücken. Auf dem Weg zum gemeinsamen Nationalpark Hunsrück-Hochwald haben Rheinland-Pfalz und das Saarland eine weitere Hürde genommen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD ) und ihre saarländische Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU ) unterzeichneten am Samstag in Saarbrücken den entsprechenden Staatsvertrag. Agentur

"Damit wird ein weiterer wichtiger Beitrag zur Sicherung der Artenvielfalt geleistet", sagte Kramp-Karrenbauer. Als ein "Highlight in der deutschen Naturlandschaft" bezeichnete Dreyer den Nationalpark. Er wäre der erste gemeinsame Nationalpark beider Länder und der 16. in Deutschland, im kommenden Jahr soll er an Pfingsten eröffnet werden. Allerdings müssen die beiden Landtage dem Staatsvertrag noch zustimmen. Dieser ist die rechtliche Grundlage für den rund 10 000 Hektar großen Park, der zu 90 Prozent in Rheinland-Pfalz und zu zehn Prozent im Saarland liegt. Kritik gab es von mehreren Industrie- und Handelskammern (IHK) in beiden Ländern: Die Kosten seien zu niedrig geschätzt, hieß es. So seien für Rheinland-Pfalz jährliche Kosten von 1,75 Millionen Euro angesetzt, sagte der Geschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, Arne Rössel. Fachleute würden jedoch von drei bis sechs Millionen Euro ausgehen.