| 23:08 Uhr

Bis zu 1500 Euro pro Familie
Nach Unwetter: Soforthilfe fließt an Kommunen

Mainz. Zwei Wochen nach der Verabschiedung des Hilfspakets für Unwetter-Opfer in Rheinland-Pfalz hat die Auszahlung von Nothilfe bereits begonnen. Die Ampel-Regierung hat Soforthilfen von bis zu 1500 Euro pro Familie für insgesamt 3,5 Millionen Euro bereitgestellt.

„Von den 3,5 Millionen Euro ist bereits Geld als Soforthilfe an Landkreise geflossen“, teilte das Innenministerium gestern mit. Darüber hinaus will das Land Privathaushalte bei Schäden unterstützen.

Die Kommunen berieten gestern mit der Landesregierung über die Finanzhilfe. Dabei ging es um das Ausmaß der Schäden und die Abwicklung der Hilfe des Landes. An dem Gespräch in Mainz nahmen unter anderem Innenminister Roger Lewentz (SPD), Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) und Landkreistagspräsident Günther Schartz (CDU) teil. Laut Schartz ist für den nächsten Doppelhaushalt eine Summe von 500 000 Euro als offene Position für mögliche weitere Unwetterfälle im Gespräch.

Für Schäden an kommunalen Gebäuden und Straßen stehen ebenfalls Landesmittel bereit – unter anderem im Förderprogramm Investitionsstock des Innenressorts. „Für den Investitionsstock beispielsweise können sogenannte Dringlichkeitsanträge gestellt werden“, teilte das Ministerium mit. Die Einhaltung sonst üblicher Fristen sei hierbei nicht erforderlich.



Starker Regen traf seit Ende Mai vor allem Eifel, Pfalz, Rheinhessen und die Naheregion.

Schartz sagte, wenn jemand mit seinem Jahreseinkommen über der Grenze für die Nothilfe des Landes liege, könne er auch bei der staatlichen Förderbank ISB Unterstützung bei Schäden erhalten.

(dpa)