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Nach dem Brand in Ludwigshafen gehen die Ermittlungen weiter

 Rund 40 Ausstellungsbegleiter von Homburger Schulen führten 100 Gruppen durch die Anne-Frank-Ausstellung , die heute endet. Foto: Wolf
Rund 40 Ausstellungsbegleiter von Homburger Schulen führten 100 Gruppen durch die Anne-Frank-Ausstellung , die heute endet. Foto: Wolf
Ludwigshafen. Eineinhalb Wochen nach der Brandkatastrophe von Ludwigshafen suchen Sachverständige der Polizei weiter intensiv nach der Ursache. Die Ermittlungen konzentrierten sich derzeit auf den Bauschutt und die Auswertung von Proben im Labor, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft gestern mit

Ludwigshafen. Eineinhalb Wochen nach der Brandkatastrophe von Ludwigshafen suchen Sachverständige der Polizei weiter intensiv nach der Ursache. Die Ermittlungen konzentrierten sich derzeit auf den Bauschutt und die Auswertung von Proben im Labor, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft gestern mit. Nach Einschätzung der Spezialisten nähmen diese Untersuchungen noch mindestens diese Woche in Anspruch, einen Zwischenbericht werde es voraussichtlich frühesten morgen geben, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig in Frankenthal. Bei dem Feuer waren am Sonntag vor einer Woche neun Menschen ums Leben gekommen, 60 Menschen wurden verletzt. Die Toten waren am Montag in der Türkei beigesetzt worden. Nach ersten Erkenntnissen war der Brand im Keller ausgebrochen. Dennoch werde man die Aussagen zweier Mädchen nicht außer Acht lassen, sagte Liebig. Die Mädchen hatten ausgesagt, sie hätten vor dem Großbrand gesehen, wie im Erdgeschoss des Hauses ein Mann mit Feuer hantiert habe. Es sei "vorschnell" zu sagen, diese Aussagen seien nun unwichtig, erklärte Liebig. "Die Angaben der Kinder bleiben bedeutsam." Derzeit gebe es jedoch keine Bewertung. Nach Mitteilung der Polizei konnte die Absperrung um die Brandruine inzwischen verkleinert werden. Für Teile des Hauses gilt jedoch laut Staatsanwaltschaft nach wie vor Einsturzgefahr. Die Überlebenden der Brandkatastrophe sind nach Angaben der Stadt Ludwigshafen bei Verwandten untergekommen oder in der Türkei. Auf ein von der Stadt eingerichtetes Spendenkonto waren bis Montag 112000 Euro eingegangen. dpa