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Nach Anti-Terror-Razzia bei Mainz: Befragungen, aber kein Haftbefehl

Mainz/Karlsruhe. Agentur

Nach der Anti-Terror-Razzia in der Nähe von Mainz ist gegen die Verdächtigen kein Haftbefehl erlassen worden. Die beiden Beschuldigten sollten befragt und anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt werden, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft gestern auf Anfrage. Die Verdachtslage rechtfertige keinen Haftbefehl. Nach wie vor gebe es in diesem Fall keine Hinweise auf Anschlagspläne.

Bei der Durchsuchungsaktion im reinhessischen Sankt Johann waren am Sonntag die Wohnungen zweier Männer durchsucht worden (wir berichteten). Sie stehen unter Verdacht, sich im syrischen Bürgerkrieg an einer ausländischen terroristischen Vereinigung beteiligt zu haben.

Nach Informationen von "Spiegel TV" soll es sich bei einem der Männer um einen ehemaligen Kommandanten der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) handeln. Der 32-Jährige halte sich seit Herbst 2015 als Flüchtling in Deutschland auf.