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Gesundheit
Mutterhaus sucht weiter Kinderonkologen

Trier. Weil Fachmediziner fehlen, können krebskranke Kinder immer noch nicht stationär versorgt werden.

Noch keine Entwarnung für junge Onkologiepatienten: Trotz intensivster Bemühungen des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen ist es bislang nicht geglückt, Nachfolger für zwei Kinderonkologen zu finden, die Ende März und Ende Juni das Klinikum verlassen haben. Auch wenn eine Ärztin nun zur Prüfung als Kinderonkologin Anfang August zugelassen ist, klafft eine personelle Lücke in der stationären Versorgung krebskranker Kinder.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), der als oberstes Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen Qualitätsstandards für Krankenhäuser in Deutschland vorgibt, verlangt für den Bereich der Kinder-Hämato-Onkologie drei Kinderärzte, die eine spezielle Ausbildung in diesem Teilbereich haben. Über diese Vorgaben kann das Klinikum sich nicht hinwegsetzen. Diese Einschätzung teilen auch das Landesgesundheitsministerium und die Kostenträger in Rheinland-Pfalz.

Die Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Mutterhaus arbeitet demzufolge – wie auch schon in der Vergangenheit – sehr eng mit der Kinderonkologie des Universitätsklinikums Homburg zusammen und steht weiterhin im Austausch mit dem Förderverein krebskranker Kinder Trier, dem Landesgesundheitsministerium und den Krankenkassen.