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Moselkommission-Präsident: Moselschleusen schneller ausbauen

Trier/Luxemburg. Die Schleusen an der deutschen Mosel müssen in den Augen von Moselkommissionspräsident Max Nilles zügiger ausgebaut werden. Nach Planung des Bundes sollen die zehn Schleusen bis zum Jahr 2036 zweite Kammern zur Entlastung bekommen. dpa

"Man muss das beschleunigen", sagte Nilles in Luxemburg. 2013 sind gut 14 Millionen Gütertonnen über die Mosel geschifft worden. 2025 sollten es laut Prognose 17 bis 18 Millionen Gütertonnen sein. Staus und höhere Kosten für Unternehmen seien die Folge. Nach Zeltingen und Fankel wird derzeit die Trierer Schleuse ausgebaut.

Der Bund habe gerade seinen Plan bestätigt, den Bau der zweiten Kammern erst 2036 abzuschließen, sagte Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD) am gestrigen Mittwoch in Mainz. Damit verschließe der Bund die Augen vor der Dringlichkeit der zweiten Kammern angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung der Mosel. Dies sei "mehr als enttäuschend", sagte Lewentz. Rheinland-Pfalz, das Saarland und Luxemburg hatten angeboten, einen zügigeren Ausbau mit zusätzlichem Personal für die Planung zu unterstützen. Am 26. Mai ist es 50 Jahre her, dass die Mosel für den Güterverkehr freigegeben wurde. Die internationale Moselkommission feiert das Jubiläum vom 2. bis 4. Juni im Dreiländereck zwischen Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Die Mosel entspringt in den französischen Vogesen und mündet in Koblenz in den Rhein.