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Ministerium schweigt zu Mobbing-Klage

Mainz. Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium will sich derzeit nicht zu zwei Klagen des umstrittenen Direktors des Landesamts für Geologie, Harald Ehses, gegen das Land und das Ressort äußern. Eine Ministeriumssprecherin verwies am Freitag auf die laufenden Verfahren. Agentur

Ehses wehrt sich mit den Klagen gegen Kritik an seiner Arbeit und seinem Auftreten (wir berichteten). Er verklagt das Land nach Angaben des Landgerichts Mainz auf 25 000 Euro Schmerzensgeld wegen Mobbings. Dem Ministerium wirft er vor, es habe seine Amtsbefugnisse beschnitten. Er reichte Klage vor dem Verwaltungsgericht Mainz ein.

Der Chefgeologe war scharf kritisiert worden, nachdem er im Dezember 2013 in einem Interview betont hatte, er könne nicht bewerten, ob der Bau der umstrittenen Hochmoselbrücke zu risikoreich sei oder nicht. Ehses forderte ein Extra-Gutachten an, bekam aber von Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) einen Rüffel. Das Gutachten ging dann davon aus, dass die Brücke sicher steht.