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Ministerium bietet online Beratung gegen Zwangsverheiratung

Mainz. Das rheinland-pfälzische Frauenministerium bietet erstmals eine Online-Beratung gegen Zwangsverheiratung an. Das Angebot richte sich auch an Migrantinnen, die zum Beispiel geschlagen oder eingesperrt würden oder eine Sexualberatung wollten, sagte gestern Ministerin Malu Dreyer (Foto: dpa) in Mainz

Mainz. Das rheinland-pfälzische Frauenministerium bietet erstmals eine Online-Beratung gegen Zwangsverheiratung an. Das Angebot richte sich auch an Migrantinnen, die zum Beispiel geschlagen oder eingesperrt würden oder eine Sexualberatung wollten, sagte gestern Ministerin Malu Dreyer (Foto: dpa) in Mainz. Junge Migrantinnen in Konfliktsituationen könnten sich auf der Internetseite informieren und per E-Mail ihre Probleme mitteilen. Neu bei dem Projekt sei, dass nun auch spezifische Informationen für Rheinland-Pfalz gegeben werden könnten. Mit diesem Online-Angebot nimmt das Land an dem vom Bundesfrauenministerium geförderten Modellprojekt "Sibel" teil. "Sibel" ist eine virtuelle Anlaufstelle für Frauen, die familiärer Unterdrückung bis hin zu Zwangsverheiratung ausgesetzt sind. Das rheinland-pfälzische Angebot läuft bis Ende 2010 als Modellprojekt. Anhand der Anfragen will das Frauenministerium das Projekt auswerten und möglicherweise entsprechend verändern. dpa