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Wildkräuterkongress in Neustadt
Mainzer Ministerin will mehr Brennnesseln in Grünanlagen

Neustadt. Für mehr Wildkräuter in öffentlichen Grünanlagen hat sich die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) ausgesprochen. „Seit Jahren verschwinden immer mehr artenreiche, naturnahe Flächen mit Wildpflanzen“, sagte sie gestern beim Wildkräuterkongress in Neustadt/Weinstraße.

„Und mit den Wildkräutern verschwindet die Lebensgrundlage für Insekten und Vögel.“ Bereits jetzt seien die Hälfte der Brutvogelarten und 65 Prozent der heimischen Schmetterlingsarten gefährdet. Von mehr Wildkräutern profitierten Mensch und Tier. Allein die Brennnessel sei Wirtspflanze für 25 Schmetterlingsarten und „Superfood“ dank des hohen Gehalts an Vitamin C, sagte sie. Insofern würden auch Kommunen zu solchen Pflanzungen ermutigt. Sie seien nicht zuletzt ein „farbenfroher Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt“, betonte Höfken.

Der Kongress in Neustadt war Abschluss eines Weiterbildungsprojekts von Landfrauen und der Landeszentrale für Umweltaufklärung.