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Mertin: Keine Plakate für FDP-Bundesspitze

Mainz. Die in Umfragen abgestürzte FDP will im Wahlkampf für die rheinland-pfälzische Landtagswahl im März 2011 weitgehend auf Plakate ihrer Bundespolitiker verzichten. Eine Ausnahme sei nur ihr langjähriger Landesparteichef, Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle, sagte FDP-Spitzenkandidat Herbert Mertin (Foto: dpa) in Mainz

Mainz. Die in Umfragen abgestürzte FDP will im Wahlkampf für die rheinland-pfälzische Landtagswahl im März 2011 weitgehend auf Plakate ihrer Bundespolitiker verzichten. Eine Ausnahme sei nur ihr langjähriger Landesparteichef, Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle, sagte FDP-Spitzenkandidat Herbert Mertin (Foto: dpa) in Mainz. Dies sei aber überhaupt nichts Ungewöhnliches in Rheinland- Pfalz: "Da ist nichts Neues hineinzuinterpretieren. Auch in früheren Wahlkämpfen wurde die Bundesspitze nicht plakatiert, sofern es sich nicht um den Landesvorsitzenden gehandelt hat."Mertin hatte vergangene Woche bundesweit für Aufsehen gesorgt, als er den umstrittenen FDP-Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle für seinen Wahlkampf als "Klotz am Bein" bezeichnet hatte (wir berichteten). Das Zitat wollte der Jurist aus Koblenz jetzt nicht mehr wiederholen, sagte aber, er bleibe bei seiner Forderung, "dass der Bundesvorsitzende die Weihnachtstage nutzen sollte, um darüber nachzudenken, wie die Partei wieder in die Offensive kommen kann".

Im wöchentlichen Forsa-Wahltrend von RTL und "Stern" sackte die FDP unterdessen deutschlandweit auf ein Rekordtief von drei Prozent ab. Nach jüngsten Länderumfragen würden die Liberalen in Rheinland-Pfalz bei der Landtagswahl am 27. März 2011 zwar anteilig etwas mehr Stimmen holen - aber immer noch nicht genug, um sich im Parlament halten zu können. dpa