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Rheinland-Pfalz
Mehr Unterstützung für Schulen in Problemlagen

Mainz. (dpa) Wenn Kinder ohne Basiskompetenzen in die erste Klasse kommen und Eltern kein Deutsch können, müssen Lehrer neue Konzepte entwickeln. „Wir haben Kinder mit extrem geringer Merkfähigkeit“, sagt die Leiterin der Goethe-Grundschule in Mainz, Gabriele Erlenwein.

Und daheim erhielten sie keine oder kaum häusliche Förderung. Für Schulen wie die Goethe-Grundschule hat Rheinland-Pfalz nun ein neues Schulentwicklungsprogramm gestartet: In zwei Runden werden jeweils 26 Schulen mit zusätzlicher Fortbildung, Beratung und Vernetzung unterstützt. Aus der Region Trier ist bislang keine Schule dabei.

„Wir möchten, dass wir auf neue Herausforderungen auch neue Antworten finden“, sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Freitag in Mainz. Das Programm „S hoch vier: Schule stärken, starke Schule!“ hat das Ministerium zusammen mit der Wübben-Stiftung in Düsseldorf, dem Pädagogischen Landesinstitut und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) entwickelt. „Schule hat sich verändert“, sagte Hubig. „Lehrkräfte stehen jeden Tag vor Herausforderungen, die eher größer als kleiner werden.“ Rheinland-Pfalz sei in vergleichenden Untersuchungen das Land, in dem soziale Herkunft am wenigsten ausschlaggebend für den Bildungserfolg sei.

(dpa)