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Konzentration auf Wahl 2021
Malu Dreyer erklärt Rückzug von SPD-Spitze

Mainz/Zweibrücken. Die Ministerpräsidentin will sich auf Rheinland-Pfalz konzentrieren. Genossen hoffen – auch in Zweibrücken – auf größere Siegchancen bei der Landtagswahl 2021. flor/eck

() Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer zieht sich stärker aus der Bundes-SPD zurück und peilt einen erneuten Wahlsieg im Land 2021 an. Dreyer kündigte am Montag an, beim Parteitag am kommenden Wochenende auf eine erneute Kandidatur als SPD-Bundesvize zu verzichten und sich „auf unser schönes Bundesland zu konzentrieren“. Sie habe immer gesagt, in erster Linie Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz zu sein, betonte Dreyer, die die Bundes-SPD nur noch bis zur endgültigen Delegiertenwahl des neuen Spitzenduos Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken kommissarisch leitet.

Im Land reagieren Genossen erleichtert auf die Entscheidung von Dreyer, im Bund kürzerzutreten. „Sie ist die beste Ministerpräsidentin für Rheinland-Pfalz. Wir werden im kommenden Jahr mit aller Kraft dafür werben, dass sie ihr Amt auch nach der Landtagswahl 2021 weiter ausüben kann“, sagte SPD-Landeschef Roger Lewentz.

Auch bei den Genossen in Zweibrücken wird Dreyers Entscheidung begrüßt. Stéphane Moulin, Fraktionschef der SPD im Zweibrücker Stadtrat und Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Pirmasens-Zweibrücken, sagte: „Es ist nachvollziehbar, dass Malu Dreyer sich nun auf den Landtagswahlkampf 2021 konzentrieren möchte. Für uns Rheinland-Pfälzer ist es positiv, dass wir sie nun voll als Ministerpräsidentin haben, ohne die zusätzliche Belastung als Bundesvize. Sie hatte in den vergangenen Wochen einen harten Job.“ 



Viele rheinland-pfälzische Genossen umtrieb die Sorge, die Popularität von Malu Dreyer könne unter ihrer Arbeit bei der dauerkriselnden Bundes-SPD leiden. In Rheinland-Pfalz setzen die Genossen 2021 auf den „Malu“-Effekt, um den schwachen Bundestrend zu durchbrechen. In jüngsten Umfragen lag die SPD im Land nur noch bei 23 Prozent und damit hinter der CDU (28 Prozent), die ihren rheinland-pfälzischen Fraktionschef Christian Baldauf 2021 in das Rennen um den Posten des Ministerpräsidenten schickt.