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Weg von Zustimmungs- zu Widerspruchsregelung
Rheinland-Pfalz offen für neue Organspenderegeln

Mainz. Der Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine neue Regelung zugunsten von mehr Organspenden stößt in Rheinland-Pfalz auf offene Ohren. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) zeigte sich grundsätzlich offen dafür, dass automatisch jeder als Spender gelten soll, solange er selbst oder ein Angehöriger nicht ausdrücklich widerspricht.

„Eine Widerspruchsregelung müsste eingebettet sein in zahlreiche andere Maßnahmen“, sagte sie gestern in Mainz. Als Beispiel nannte sie mehr Aufklärung.

Landesärztekammer-Chef Günther Matheis hält den Vorschlag für notwendig. In den meisten EU-Staaten sei die Widerspruchsregel bereits die Regel, sagte er. Damit könne Schwerstkranken auf der Warteliste rascher geholfen werden.