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Aufnahme von Ausländern
Mainz fordert vom Bund Hilfe in Sachen Integration

Mainz. Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat den Bund aufgefordert, alle Bundesländer bei der Aufnahme und Versorgung von Asylbewerbern gleich zu behandeln. Angesichts der Extra-Unterstützung für Bundesländer mit sogenannten Ankerzentren schrieben Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Integrationsministerin Anne Spiegel (Grüne) an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), das Modell einer integrierten Erstaufnahme mit allen beteiligten Stellen unter einem Dach werde auch in Rheinland-Pfalz erfolgreich umgesetzt.

„Wir möchten Sie nun bitten, die von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Unterstützung in gleicher Weise auch für unser Konzept der Integrierten Erstaufnahme zu gewähren“, heißt es in dem Brief, über dessen Inhalt Dreyer und Spiegel am Mittwoch die Teilnehmer der Kommunalen Flüchtlingsrunde unterrichteten. Der Bund könne etwa durch zusätzliches Personal des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) helfen. „Eine weitere wichtige Unterstützung sehen wir in der Bereitstellung unabhängiger Verfahrensberatung, da sie nicht nur den Betroffenen mehr Sicherheit gibt, sondern auch zur Qualitätsverbesserung der Asylverfahren beitragen kann.“

Die Landesregierung beobachte mit Sorge die Diskussionen zwischen Bund und Ländern über die Ausgestaltung der Erstaufnahmeeinrichtungen, erklärte die Staatskanzlei in Mainz. Nach Bayern und Sachsen hat auch das Saarland ein „Ankerzentrum“ eingerichtet. Der Bund unterstützte dies mit 50 Stellen der Bundespolizei.

(dpa)