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Parteien
Linke-Geschäftsführer Korte fordert Rückbesinnung auf Stammwähler

 Jan Korte ist Parlamentarischer Geschäftsführer der Linkspartei.
Jan Korte ist Parlamentarischer Geschäftsführer der Linkspartei. FOTO: picture alliance / dpa / Herbert Knosowski
Montabaur. Die Linke muss sich nach Ansicht ihres Parlamentarischen Geschäftsführers Jan Korte wieder stärker um ihre klassischen Stammwähler kümmern. „Die Linke muss den Spagat hinbekommen, sowohl die vielen neuen, besonders jungen Wähler zu halten und gleichzeitig wieder stark bei Arbeitern und Arbeitslosen zu werden“, forderte der Bundespolitiker am Samstag bei einem Parteitag der rheinland-pfälzischen Linken in Montabaur.

Die Linke muss sich nach Ansicht ihres Parlamentarischen Geschäftsführers Jan Korte wieder stärker um ihre klassischen Stammwähler kümmern. „Die Linke muss den Spagat hinbekommen, sowohl die vielen neuen, besonders jungen Wähler zu halten und gleichzeitig wieder stark bei Arbeitern und Arbeitslosen zu werden“, forderte der Bundespolitiker am Samstag bei einem Parteitag der rheinland-pfälzischen Linken in Montabaur.

Nach Angaben eines Sprechers rief er die Landespartei dazu auf, „sich in das Getümmel der Gesellschaft zu werfen und eine Sprache zu finden, die die Menschen erreicht“. Nicht die großen Theorie-Debatten sollten im Vordergrund stehen, sondern die ganz konkrete, zielgerichtete Arbeit und das Zugehen auf die Menschen auf der Straße und in den Betrieben. „Auch als Linke haben wir kein Interesse am Zugrundegehen der SPD. Vielmehr brauchen wir eine SPD, die wieder sozialdemokratische Politik macht“, sagte Korte.

Neben dem Grundsatzreferat des Bundesgeschäftsführers stand eine mehrstündige Parteidebatte an. Dabei ging es unter anderem um einen Leitantrag des Landesvorstands an die Regierung in Mainz. Darin fordert der Vorstand die Landesregierung unter anderem auf, Langzeitarbeitslosigkeit stärker zu bekämpfen und die Bildungsausgaben um mindestens 30 Millionen Euro jährlich aufzustocken. Zudem sollten leerstehende Immobilien notfalls auch gegen den Willen der Eigentümer in Wohnungen umgewandelt werden.



Die Linke ist derzeit nicht im Landtag vertreten. Die Landespartei hat nach eigenen Angaben rund 1700 Mitglieder. Gut 300 von ihnen traten 2017 bei – die Mehrzahl davon junge Menschen unter 30.

(dpa)