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Breitbandausbau in Rheinland-Pfalz
Lewentz zieht positive Bilanz im Hinblick auf Breitband-Förderung

So sehen die beliebten Kabel aus. Der Breitband-Ausbau wird auch in Rheinland-Pfalz immer weiter vorangetrieben.
So sehen die beliebten Kabel aus. Der Breitband-Ausbau wird auch in Rheinland-Pfalz immer weiter vorangetrieben. FOTO: Peter Kneffel / dpa
Mainz/Pirmasens. Der Landkreis Südwestpfalz erhält über fünf Millionen Euro für Ausbauvorhaben. Der rheinland-pfälzische Infrastrukturminister sieht landesweit jetzt auch flächendeckend den Weg zu Hochgeschwindigkeitsnetzen geebnet. Von Eric Kolling

Der Ausbau des schnellen Internets in Rheinland-Pfalz und unserer Region macht Fortschritte. „Für 22 Breitbandinfrastrukturprojekte sind überwiegend auf der Ebene der Landkreise erfolgreich Anträge auf Förderung der Breitbandinfrastruktur beim Bund und beim Land eingereicht worden“, sagte der Mainzer Innenminister Roger Lewentz (SPD) nach der fünften und bislang letzten Förderrunde im Rahmen des Bundesförderprogramms.

Der Landkreis Südwestpfalz hat beim Breitband-Kompetenzzentrum im Innenministerium zwei Anträge gestellt, erklärt Lewentz‘ Sprecher Joachim Winkler auf Merkur-Nachfrage – einer davon im Rahmen des genannten Land-/Bund-Förderprogramms zum Breitbandausbau für die privaten Haushalte. „Hierzu hat Herr Minister Lewentz einen Zuwendungsbescheid mit vorläufiger Höhe am 29. Oktober 2017 erlassen. Förderbetrag: bis zu 1 962 254,41 Euro“, so Winkler. Der zweite Antrag sei über das Kommunale Investitionsprogramm 3.0 (KI 3.0) gestellt worden und umfasse die Gewerbegebiete. Bereits am 6. Juli 2016 hatte Lewentz hier 3,313 Millionen Euro bereitgestellt.

Den größten Förderbatzen erhielt laut Mitteilung der Eifelkreis Bitburg-Prüm mit 3,187 Millionen Euro. Das Land habe vorbereitende Machbarkeitsstudien mit 800 000 Euro (90-prozentige Förderung) und dazu knapp 90 Millionen Euro Fördermittel für Breitbandprojekte in Rheinland-Pfalz in den nächsten Jahren zur Verfügung gestellt. Das Land stoße damit nochmal Bundesfördermittel über rund 126 Millionen Euro an.



Zusammen mit dem Rhein-Lahn-Kreis, der schon vor dem Start des Bundesprogramms mit seinem Projekt mit KI 3.0-Mitteln begonnen hatte, und dem Westerwaldkreis, der derzeit aufgrund seiner durchschnittlich guten Versorgung keinen Bedarf sieht, sei in Rheinland-Pfalz jetzt flächendeckend der Weg zu Hochgeschwindigkeitsnetzen geebnet worden, betonte Lewentz.

Aktuell könnten im Land 76,7 Prozent der Haushalte auf Bandbreiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zurückgreifen – damit liege das Land gleichauf mit dem Bund. 62 Prozent der Haushalte erreichten mindestens 100 Mbit/s. Diese Bandbreiten erhöhten sich jetzt, so Lewentz. Denn die vom Bund subventionierten Vorhaben müssten garantieren, dass für mindestens 85 Prozent der Haushalte im Projektgebiet Bandbreiten von 50 Mbit/s zur Verfügung stehen.