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Lehrerverband VBE kritisiert Finanzierung von Schulen

Mainz. Die rheinland-pfälzische Lehrergewerkschaft VBE hat kurz vor Beginn des neuen Schuljahrs am kommenden Montag die finanzielle Lage des Schulsystems in Rheinland-Pfalz kritisiert. Der VBE-Landeschef Gerhard Bold sprach von einer "prinzipiell unzureichenden Finanzierung des gesamten Bildungssystems", wie der VBE am Freitag mitteilte. Die Mängel zeigten sich vor allem an Grundschulen: "Grundschulbildung wird kaum als Investition in die gesellschaftliche Zukunft anerkannt", so Bold. Laut VBE fehlen auch ohne den Sonderbedarf für Flüchtlinge mindestens 250 Lehrkräfte an Grundschulen. Agentur

Die rheinland-pfälzische Lehrergewerkschaft VBE hat kurz vor Beginn des neuen Schuljahrs am kommenden Montag die finanzielle Lage des Schulsystems in Rheinland-Pfalz kritisiert. Der VBE-Landeschef Gerhard Bold sprach von einer "prinzipiell unzureichenden Finanzierung des gesamten Bildungssystems", wie der VBE am Freitag mitteilte. Die Mängel zeigten sich vor allem an Grundschulen: "Grundschulbildung wird kaum als Investition in die gesellschaftliche Zukunft anerkannt", so Bold. Laut VBE fehlen auch ohne den Sonderbedarf für Flüchtlinge mindestens 250 Lehrkräfte an Grundschulen.

Der VBE verwies auch auf strukturelle Probleme: Die Schulstrukturreform sei auf halbem Weg steckengeblieben, der Lehrerberuf weiter durch ein "antiquiertes Kastensystem" organisiert. Junge Lehrer wandern laut VBE in andere Bundesländer ab, wo die Berufsbedingungen oft günstiger seien und es mehr Stellen gebe. Zum neuen Schuljahr werden in Rheinland-Pfalz 270 neue hauptamtliche Lehrerstellen und 200 neue Stellen für verbeamtete Vertretungslehrer geschaffen (wir berichten). Allein für die Integration der Flüchtlinge sind dem VBE zufolge aber 800 Lehrer nötig. Wie mit den wenigen neuen Lehrern die von der Ampelkoalition versprochene komplette Unterrichtsversorgung gedeckt werden könne, sei völlig unklar.