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Lehrergewerkschaft VBE will kleinere Klassen

Mainz. Zum Schulstart in Rheinland-Pfalz an diesem Montag (16. August) hat der Verband Bildung und Erziehung (VBE) kleinere Klassen und mehr Lehrer gefordert. An allen weiterführenden Schulen — und nicht nur in der Orientierungsstufe der Realschule plus — sollten höchstens 25 Schüler in einer Klasse sein, teilte der VBE-Landesverband am Sonntag in Mainz mit

Mainz. Zum Schulstart in Rheinland-Pfalz an diesem Montag (16. August) hat der Verband Bildung und Erziehung (VBE) kleinere Klassen und mehr Lehrer gefordert. An allen weiterführenden Schulen — und nicht nur in der Orientierungsstufe der Realschule plus — sollten höchstens 25 Schüler in einer Klasse sein, teilte der VBE-Landesverband am Sonntag in Mainz mit. "Das macht die zusätzliche Einstellung von circa 500 Lehrkräften nötig." An den Grundschulen sollte die Obergrenze nach Einschätzung des Verbandes wegen der wachsenden sozialen Unterschiede bei 20 Schüler pro Klasse liegen. Derzeit seien die Klassen aus Sicht des VBE viel zu groß, um mehr individuelle Förderung gewährleisten und den Erfolg der Schulreform sichern zu können, erklärte der Verband. Er forderte zudem eine gleiche Bezahlung der Lehrer — unabhängig von der Schulart. "Die soziale Hierarchie unter den Lehrern nach dem Motto "Kleine Kinder — kurze Ausbildung — knappes Gehalt" ist ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert und eines demokratischen Bildungswesens unwürdig", sagte VBE-Landeschef Johannes Müller laut Mitteilung. Das wolle der Verband auch im anstehenden Landtagswahlkampf zum Thema machen. Am Montag beginnt in Rheinland-Pfalz wieder der Unterricht. Mit Beginn des neuen Schuljahres geht auch die rheinland-pfälzische Schulstrukturreform in die zweite Runde. Bereits im vergangenen Schuljahr waren neue Realschulen plus entstanden, damals vor allem aus regionalen Schulen. Dieses Jahr gehen die neuen Realschulen plus in erster Linie aus Fusionen zwischen Haupt- und Realschulen hervor, wie der VBE-Landesverband mitteilte. dpa